Getränke, Raw, Vegan

Green Juice

16. Juli 2015

Ein grüner Saft ist an vielen Tagen mein einziges Frühstück. Ich habe morgens oft nur wenig Hunger und manchmal ist mir sogar ein Smoothie zu viel. Aber ein frischer Saft geht immer. Man kann dabei richtig fühlen, wie die Zellen geflutet werden und mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden. Ich weiß, das klingt seltsam, aber so fühlt es sich zumindest an und so ist es ja auch. Wer schon mal so einen frischen (grünen) Saft getrunken hat, weiß was ich meine. Im Gegensatz zum Smoothie muss so ein Saft ja nicht groß verdaut werden und kommt daher ohne Umwege ans Ziel.

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Dies ist meine liebste grüne Mischung. Habe ich keine grünen Blattgemüse zur Hand, verwende ich stattdessen z. B. eine Handvoll Wildkräuter oder Minze. Oder ich rühre einfach einen TL grünes Pulver in den fertigen Saft. Gerstengras empfiehlt sich immer, davon sollten wir ohnehin jeden Tag einen Löffel einnehmen. Es versorgt uns mit geballter Nährstoff-Power und wirkt heilend auf unsere Darmschleimhaut. Und das die intakt ist, ist die Voraussetzung dafür, dass die guten Nährstoffe überhaupt aufgenommen werden.

Green Juice  – Grüner Saft 

Das brauchst Du:
  • 1 Stange Sellerie oder 1 kleine Fenchelknolle
  • 1 Salatgurke
  • 1 TL Gerstengras (alternativ Spirulina oder eine Mischung mit Gerstengras, wie „Detox“ von Lebe Pur)
  • 1/2 Limette oder 1/2 kleine Zitrone
  • 1 cm Ingwer
  • 2 große Handvoll Spinat
  • falls vorhanden, ein Brokkolistiel
  • 1 Kiwi
  • 2 Äpfel oder Birnen, oder beides
Und so wird’s gemacht:
  1. Alles entsaften. Dazu die Früchte und das Gemüse waschen und so zerschneiden, dass sie in den Entsafter passen. Es gibt Entsafter die große Stücke oder ganze Gemüse und Früchte akzeptieren und andere, für die man sie vorher klein schneiden muss. Ich schneide die Gurke längs in zwei Hälften, entferne beim Fenchel den harten Strunk und teile ihn in längs in zwei oder drei Stücke. Die Selleriestange wird nur gewaschen. Der Brokkolistiel wird ebenfalls gewaschen und längs einmal geteilt. Von Apfel und Birne entferne ich das Kerngehäuse und schneide sie in Viertel.
  2. Die Limette/Zitrone kann in Stücken oder Achteln mit Schale entsaftet werden, wenn euer Entsafter das schafft. Meiner bekommt das gerade so hin. Ihr könnt sie aber auch auspressen und den Saft später dazu geben. Dasselbe gilt für die Kiwi. Sie kann mit Schale entsaftet werden, sofern das für euren Entsafter kein Problem ist. Der Ingwer kann in jedem Fall ungeschält entsaftet werden.
  3. Den Spinat oder auch andere verwendete grüne Blätter zu einem möglichst festen Paket aufrollen oder zusammen drücken, dann hat die Maschine es leichter. Manche Maschinen schaffen die Blätter nicht. In diesem Fall könnt ihr Farbe (Chlorophyll) und Nährstoffe als fertiges Pulver in Rohkostqualität (z. B. von Lebe Pur) in den Saft rühren.
  4. Den Saft in ein schönes Glas füllen. Den frischen Saft mit 1 TL Gerstengraspulver gut verrühren und – nach Geschmack mit Eiswürfeln und Strohhalm – servieren. Zum Mitnehmen ein Deckelglas verwenden. Cheers!
So geht’s auch:
  • Statt Kiwi und Apfel/Birne könnt ihr auch Papaya, Mango und Ananas verwenden. Wenn kein Spinat vorhanden ist, können, Schwarzkohl, Grünkohl, Karottengrün oder auch Petersilie und Minze in den Juicer wandern. Aber auch ganz ohne grüne Blätter schmeckt er lecker. 
  • Wer kein grünes Pulver hat, lässt es weg. Oder ihr verwendet ein anderes „Superfood-Pulver“, wie Acai oder Acerola. Dann leuchtet der Saft vielleicht nicht so schön grün, aber er ist trotzdem köstlich und supergesund.     
  • Den Saft könnt ihr in einem Schraubglas gut mitnehmen. Er hält sich auch einen Tag im Kühlschrank – am besten schmeckt er aber frisch.

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der „Detox“, mein Lieblingssaft aus dem „Fresh INN“

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…und die nette Bedienung 🙂

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Slow Juicer und einer Zentrifuge?

Ein Slow Juicer heißt so, weil er nicht mit Geschwindigkeit sondern mit Druck arbeitet. Der Saft wird nachhaltig und ohne viel Bewegung aus den Früchten und Gemüsen gepresst und so möglichst wenig Sauerstoff ausgesetzt. Das bewahrt Nährstoffe und Enzyme im Saft und sorgt für mehr Geschmack und Qualität. Zudem flockt ein Saft aus dem Slow Juicer nicht so schnell und ist länger haltbar. Von Kurvings gibt es einen Slow Juicer, der ganze Gemüse und Früchte schonend entsaftet. Es muss also außer waschen keine Vorarbeit mehr geleistet werden. Auch toll: Der Slow Juicer entsaftet auch Kräuter und grüner Blattgemüse optimal. Nachtteil: Der Saft ist manchmal nicht ganz so dünn wie aus der Zentrifuge. Ein guter Slow Juicer hat auch seinen Preis. Ist aber eine großartige Anschaffung für Gesundheit, Genuss und Wohlbefinden. Und alternativ eröffnen auch immer mehr moderne, grüne Cafés und Saftbars, in denen wir uns einen frischen Juice aus dem Slow Juicer holen können. Wer dran denkt, nimmt von Zuhause den eigenen Becher, bzw. das eigene Glas mit, optimalerweise noch mit eigenem Holzstrohhalm (gibt es z. B. bei Denn´s Biomarkt).

Eine Zentrifuge entsaftet mit hoher Geschwindigkeit. Dadurch ist der Saft gut gefiltert, verliert allerdings auch mehr Nährstoffe als mit dem Slow Juicer. Er ist außerdem weniger lange haltbar und setzt sich schnell ab oder flockt. Die Haltbarkeit könnt ihr verlängern indem ihr frisch gepressten Zitrussaft (mit der Handpresse) zum Schluss in den Saft gebt. Oder direkt mit entsaftet, sofern eure Zentrifuge das schafft. Das gibt auch noch einen extra Nutrition-Kick. Ein nicht unwichtiger Vorteil der Zentrifuge: Sie ist deutlich erschwinglicher und wenn sie auch kein Slow Juicer ist – tollen Saft macht sie trotzdem. Allemal besser als die pasteurisierte Version aus dem Tetrapack. 

Ich verwende noch eine alte Zentrifuge aus den Neunzigerjahren. Sie arbeitet ungebrochen und versorgt mich fast täglich mit frischem Saft. Aber so sehr ich sie schätze, mein Traum ist ein Slow Juicer und ich hoffe, ich kann mir einen zu Weihnachten schenken.

Auch in Kroatien mag man grünen Saft 🙂

Mädels-Frühstück „to go“ in London 🙂

 

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