Glutenfrei, Suppen, Vegan

Würzige Misosuppe

5. Februar 2016

Misosuppe ist wunderbar leicht und aromatisch. Diese typisch japanische Suppe gehört dort zum traditionellen Frühstück. Misosuppe kann Tofu enthalten, etwas Reis oder auch Gemüse. Und obwohl sie so simpel daherkommt, ist sie eins dieser wärmenden, zufriedenstellenden Gerichte. Miso ist eine würzige Paste aus fermentierten Sojabohnen, die je nach Sorte noch mit Reis oder Gerste gemischt werden. Und damit ein sehr wertvolles Lebensmittel, denn wir sollten möglichst jeden Tag etwas Probiotisches essen um unsere Darmflora im Gleichgewicht zu halten. Wer sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat, weiß wie wichtig die für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ist. Wichtig ist, dass die Suppe, sobald ihr das Miso eingerührt habt, nicht mehr kochen sollte, da sonst der probiotische Effekt hinüber ist.

      img_6369.jpeg

Weißes Miso aus Reis ist sehr mild und erinnert an Schmelzkäse. Je dunkler die Paste ist, desto kräftiger schmeckt sie. Ich mag Misosuppe in fast jeder Form. Mit Sprossen, Gemüse, Seidentofuwürfeln oder Pilzen. Allerdings esse ich sie (noch) nicht zum Frühstück. Am liebsten mag ich sie mittags. Misosuppe ist ein tolles, leichtes und aromatisches Mittagessen für kalte und ungemütliche Tage. Ein bisschen erinnert ihre Wirkung an eine schöne Tasse Tee.  Ein duftiger grüner Tee passt auch sehr gut dazu.

Diese Version mag ich besonders gern. Sie ist ganz unkompliziert und schnell gemacht. Durch das Blattgemüse erinnert sie ein wenig an chinesische Nudel-Suppen. Der geriebene Rettich gibt ihr nicht nur einen tollen frisch-scharfen Kick sondern auch extra Vitamine.

Würzige Misosuppe

Für zwei Schalen braucht ihr:
  • 1 l Wasser
  • 1 Staude Mini-Pak-Choi oder kleiner Mangold
  • 2 geh. TL (oder 1 EL) dunkles Miso (andere Sorten gehen auch)
  • ca. 1 EL gutes Gemüsebrühe-Pulver (ich nehme gern „Querbeet“ von Herbaria)
  • Wenn vorhanden, 1 TL getrocknete Pilze oder Pulver aus getrockneten Pilzen
  • ca. 120 g (braune) Champignons oder Shiitake-Pilze
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Stck frischer Rettich (ca. 6 cm lang)
  • 2 – 3 EL frische grüne Sprossen, z. B. Radieschen oder Brokkoli. Alternativ Kresse oder Shiso-Kresse
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Tamari (Sojasauce)
  • geröstetes Sesamöl (ca. 2 TL)
  • 1 Spritzer Limettensaft
Und so wird’s gemacht:
  1. Die Staude Pak-Choi oder Mangold waschen und leicht trocknen. Die Stiele unten kappen und dann unterhalb der Blätter abschneiden. Auch aus den unteren Blattteilen die Stiele herausschneiden.
  2. Die Stiele in schmale Streifen schneiden. Verwendet nur die schöneren Teile, zu dicke und grobe Stücke anderweitig einsetzen. Zum Beispiel für die selbst gekochte Gemüsebrühe.  
  3. Nun die größeren Blätter längs halbieren. Sollten sie zu lang sein, noch einmal quer halbieren. Die großen Blätter müsst ihr etwas mehr zerkleinern, sie sollen aber nicht zu klein werden. Die inneren, kleinen Blätter können ganz bleiben. Die Blätter legt ihr erst einmal beiseite.
  4. Die Pilze mit Küchenpapier abreiben und die Stiele kappen. In dünne Scheiben oder Streifen (Shiitake) schneiden. Falls ihr zusätzlich getrocknete Pilze verwendet, weicht sie in einer Tasse in etwas warmem Wasser ein.
  5. Die Lauchzwiebel putzen (kappen), waschen und in feine Ringe schneiden.
  6. Das Wasser in einem Topf aufsetzen. Wenn es heiß genug ist, die Brühe einrühren. Den eingweichten getrockneten Pilz ausdrücken und mit einer Schere klein schneiden. Mit dem Einweichwasser in den Topf geben. Alles kurz zum Kochen bringen.
  7. Die Stiele des Pak-Choi oder Mangold in die Brühe geben, die Platte herunter (auf ca. 6 – 7) schalten und die Suppe 5 Minuten köcheln lassen. Dann die Pilze, die gröberen Blätter und den hellen Teil der Lauchzwiebeln zufügen und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
  8. Zum Schluss den grünen Teil der Zwiebeln und die ganz feinen Blätter zufügen. Die Platte jetzt ausschalten und alles weitere 2 Minuten zu Ende köcheln lassen. Den Rettich währendessen mit dem Sparschäler schälen und (bis auf das kleine Stück zum Festhalten) raspeln und etwas ausdrücken.
  9. Den Topf von der Platte ziehen und kurz stehen lassen. Jetzt das Miso einrühren und darauf achten, dass es sich gut auflöst. Evtl. mit dem Löffelrücken etwas an der Topfwand zerdrücken. Ist es komplett untergerührt, schmeckt ihr die Suppe mit Sojasauce, Salz, Pfeffer, Sesamöl und einem Spritzer Limette ab.
  10. Auf zwei Schalen verteilen. Den Rettich je zur Hälfte in die Suppe geben (nicht umrühren) und beide Portionen mit frischen Sprossen oder Kresse toppen.

Guten Appetit!

So geht’s auch:
  • Ingwer passt toll in die Misosuppe und macht sie noch gesünder. Einfach ein kleines Stück frisch geriebenen oder durch die Knoblauchpresse gedrückten geschälten Ingwer in die Suppe geben (kurz vor Schluss, zusammen mit dem grünen Teil der Lauchzwiebeln).
  • Wer mag, kann auch Knoblauch zufügen. Ich finde, er passt nicht so gut zum zarten Aroma der Suppe, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
  • Manchmal lasse ich eine geraspelte Karotte mitköcheln. Oder kleine Süßkartoffelwürfel. Das rundet das leicht herbe, salzige Aroma etwas ab und gibt mehr Süße.
  • Nudeln oder Glasnudeln sind eine tolle Einlage für die Misosuppe. Oder ein Rest Reis. 
  • Wer mag kann zum Schluss noch abgetropften, klein gewürfelten Seidentofu in den Suppe geben. So wird sie sättigender und proteinreicher.
  • Statt Pak-Choi oder Mangold könnt ihr die Suppe auch mit frischen Kohlrabiblättern kochen.
  • Miso bekommt ihr im Bio- oder Asialaden.

 

 

 

 

 

Das könnte Dir auch gefallen

Keine Kommentare

Schreib etwas!
Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!