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Emilys Hummus

20. Februar 2016

Dieses klassische Hummus war schon immer eins von Emilys Lieblingsessen. Schon mit zwei konnte sie alle Zutaten aufzählen, die reinkommen. Und den Mixer halten natürlich. Deshalb darf dieses Rezept „Emilys Hummus“ heißen, ok? Eins meiner Lieblingsessen ist es allerdings auch. Es bestätigt doch mal wieder die Wahrheit des Spruches „die einfachsten Dinge sind oft die besten“. Dazu ein schönes Stück Fladenbrot, ein paar Oliven und vielleicht noch einen Salat, ein paar Gurken oder Tomaten oder den Tomaten-Dattel-Salat, den ihr unter dem Hummus Rezept findet.  

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Wir mögen unseren Hummus schön zitronig, mit gutem Olivenöl und eher wenig Tahini. Auch Knoblauch muss für uns nicht drin sein, darf aber.

Je nach Saison mache ich auch gern Hummus-Variationen. Mit Spinat, Spargel, Chili, gerösteten Paprikaschoten, Roter Bete oder getrockneten Tomaten. Auch mit Röstzwiebeln oder Kalamata-Oliven schmeckt Hummus toll. Jetzt im Winter mag ich die Version mit geröstetem Kürbis, die ihr unten findet. Mit all diesen Versionen kann ich Emily leider nicht locken. Sie mag da keine Experimente und schwört aufs Original.

Emilys Hummus (Hoummus)

Für ca. 4 – 8 Personen, je nachdem, was es sonst gibt, braucht ihr:
  • 2 kleine Dosen Kichererbsen
  • 4 EL helles Tahini (Tahina/helle Sesampaste)
  • Etwa 12 EL Olivenöl – plus etwas zum Beträufeln
  • Etwa 10 – 12 EL Wasser oder Gemüsebrühe
  • 4 EL Zitronensaft
  • 2 TL Ras el Hanout oder Kreuzkümmel oder eine andere arabische Gewürzmischung
  • Salz und Pfeffer
  • Glatte Petersilie, Olivenöl und Paprikapulver oder Dukkah zum Garnieren
  1. Die Kichererbsen in ein Sieb geben und unter kaltem Wasser gut abspülen. Lose, bzw. einzelne Häutchen heraus sammeln. Einen EL Kichererbsen beiseite legen.
  2. Die Petersilie waschen, trocknen und die Blättchen fein hacken.
  3. Die Erbsen in eine Rührschüssel oder eine Küchenmaschine geben und mit Öl, Zitronensaft, Wasser und Tahini möglichst glatt pürieren (mit dem Stabmixer wird es nicht ganz so cremig, aber gut genug).
  4. Evtl. noch etwas Öl und evtl. auch noch etwas Wasser zugeben. Die Konsistenz soll schön cremig und nicht zu trocken aber auch nicht zu wässerig sein. Lieber etwas mehr Öl und weniger Wasser verwenden.
  5. Mit den Gewürzen abschmecken und in eine schöne Schale füllen oder auf eine Platte streichen.
  6. Direkt vor dem Servieren noch etwas Olivenöl darüber träufeln und mit Paprikapulver oder Dukkah bestreuen. Nach Geschmack noch die beiseite gelegten Kichererbsen darauf geben und mit frisch gehackter Blattpetersilie bestreuen.

Schön als Vorspeise zu Fladenbrot. Richtig gute, authentische Fladenbrote gibt es im arabischen Supermarkt. Ein Rezept für ein gesundes, glutenfreies und ganz schnell gebackenes Fladenbrot findet ihr hier im Blog in den nächsten Tagen. Ich habe gerade ein sehr schönes aus Quinoamehl gebastelt. Es ist auch schon auf dem Foto drauf. Ich muss es nur noch verbloggen 😉 

Zu Hummus und frischem Fladenbrot passt z. B. toll ein Tomaten-Dattel-Salat: 

Tomaten-Dattel-Salat

  • 200 g Datteln, frisch oder getrocknet (gern Medijool)
  • 1 kg feste Strauch- oder Romatomaten, Cocktailtomaten gehen auch
  • 4 dünne, ganz frische Lauchzwiebeln
  • ½ Bund Koriandergrün
  • ½ Bund glatte Petersilie (Blattpetersilie)
  • 4 EL frischer Zitronensaft
  • 8 EL Olivenöl
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Chiliflocken oder Chilipfeffer
  1. Die Datteln entsteinen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomaten waschen und ebenfalls würfeln.
  2. Lauchzwiebeln waschen, putzen und fein hacken.
  3. Kräuter abbrausen, trocken schütteln oder tupfen, Stiele entfernen und die Blätter fein schneiden.
  4. Zitronensaft mit Chilipfeffer oder Pfeffer und Chiliflocken sowie Salz verrühren. Das Olivenöl mit einer Gabel oder einem elektrischen Milchaufschäumer unterschlagen, bis das Dressing cremig ist.
  5. Datteln, Tomaten, Kräuter und Frühlingszwiebeln mit dem Dressing mischen, abschmecken und anrichten.

Frische Datteln bekommt ihr im arabischen Supermarkt. Dort gibt es auch Blattpetersilie und Koriander in großen Bündeln. Und zwar richtigen Koriander, der so duftet und schmeckt, wie es sich gehört, nicht diese dünnen, geschmacks- und duftneutralen Blättchen aus den Töpfchen in der Gemüseabteilung im Supermarkt.

So geht’s auch:
  • Statt der Datteln könnt ihr für diesen Salat auch Gurken, Paprika oder Radieschen (oder eine Mischung daraus) verwenden.
  • Für ein saisonales Winterhummus mit Kürbis putzt ihr einen kleinen kleinen Hokkaido-Kürbis, d. h. ihr kratzt die  Mitte mit einem Eßlöffel aus und entfernt unschöne Stellen auf der Schale. Dann schneidet ihr eine Hälfte des Kürbis in Streifen und reibt die Streifen mit etwas Olivenöl ein. Backt sie im Ofen ca. 30 Minuten, bis sie schön weich sind. Etwas abkühlen lassen und mit in den Mixer zum Hummus geben.
  • Knoblauchfans können ihr Hummus natürlich auch mit frischem – oder zusammen mit dem Kürbis im Ofen gerösteten – Knoblauch aufpeppen. Ich selbst mag mein Hummus lieber ohne.
  • Statt mit Petersilie könnt ihr euer Hummus auch mit Koriander bestreuen. Falls ihr gar keine Kräuter zur Hand habt – kein Problem. Es ist auch ohne hübsch. Auch die extra Kichererbsen können wegfallen, falls ihr keine beiseite gelegt habt. Ich vergesse das auch immer. Hauptsache ihr bestreut euer Hummus mit etwas Paprika oder Dukkah und beträufelt es mit etwas gutem Olivenöl.
  • Hummus ist nicht nur eine tolle Vorspeise sondern auch eine leckere Beilage.
  • Viele Hummusfans bewerten Hummus nach seiner Cremigkeit. Gekauftes Hummus ist oft schwer zu erreichen, der Vitamix schafft die Konsistenz zwar mühelos, aber ein leistungsschwächerer Mixer oder ein Pürierstab bekommt oft nur ein etwas gröberes Hummus hin. Trotzdem allemal besser als ein gekauftes Produkt das lauter Zutaten enthält, die im Hummus nichts zu suchen haben, wie Weizenmehl, Maisstärke oder Aroma. Wir haben jahrelang Hummus mit dem Pürierstab gemacht bevor ich einen Vitamix erspart hatte – und haben ihn geliebt! Lasst euch davon also nicht abhalten.

P.S. Ihr könnt übrigens „der“ oder „das“ Hummus sagen. Und „Hummus“, „Hoummus“ oder auch „Humus“ schreiben. Das Ergebnis ist immer gleich lecker. Guten Appetit!

 

 

 

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2 Kommentare

  • Reply Corinna 23. Februar 2016 at 14:27

    Oh schön, nun kann dein Hummus Rezept teilen, ich selber kann es ja schon im schlaf 😀

    • Reply Ulrike Bjerno 7. Dezember 2016 at 17:14

      Ja, mach mal 🙂

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