Glutenfrei, Salate, Vegan

Libanesischer Taboulé

2. April 2015

Ich halte mich nicht gern explizit an Rezepte. Auch beim Taboulé bin ich gern kreativ und kombiniere am liebsten kreuz und quer über den Markt und durch Kräutergarten und Gewürzschrank. Das ändert aber nichts daran, dass ein klassischer Taboulé einfach genial ist. Sogar ich, eigentlich weder eine Freundin roher Zwiebeln noch roher Tomaten, finde diesen Salat unglaublich köstlich, würzig und erfrischend. Ganz wichtig: Er muss mehr Grün als Getreide enthalten. Taboulé ist ein Petersiliensalat und das muss man sehen. Und schmecken. Wer Weizen verträgt kann ihn authentisch mit Bulgur machen. Ich mache ihn zuhause lieber mit gekeimter Quinoa.

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Libanesischer Taboule´mit Quinoa oder Bulgur

Für 4 Personen (oder mehr auf einer Mezze-Tafel) brauchst Du:
  • 1 großes Bund glatte Petersilie (ein richtig großes, am besten aus dem arabischen Supermarkt. Sonst nimm unbedingt zwei)
  • 1 Handvoll Minzestängel – ca. 12 Stiele mit reichlich Blättern (auch hier findest Du die beste im arabischen Supermarkt)
  • ½ weiße Zwiebel, geschält
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 2 Strauchtomaten (oder Romatomaten)
  • 75 g Quinoa (roh, möglichst gekeimt) oder Bulgur (roh, dann nicht glutenfrei)  
  • 3 EL frischer Zitronensaft
  • 6 EL Olivenöl (oder etwas mehr)
  • 1 TL Kreuzkümmel oder Ras el Hanout
  • Salz und Pfeffer
Und so wird’s gemacht:
  1. Den Bulgur in der doppelten Menge Wasser aufsetzen und gerade eben gar kochen. Das dauert höchstens 10 Minuten. Der Bulgur soll auf keinen Fall zu weich werden. Wer Quinoa verwendet, gekeimt oder direkt aus der Packung, spült sie gut ab und verfährt dann weiter wie beim Bulgur. Wichtig: Auf keine Fall zu lange kochen. Wie ihr Quinoa keimen lasst, erfahrt ihr weiter unten. 
  2. Bulgur oder Quinoa in einem Sieb kalt abspülen und abkühlen lassen.
  3. Petersilie waschen und trocken schütteln. Minze ebenfalls waschen und trocknen. Minzeblätter abzupfen, bei der Petersilie nur grobe Stiele entfernen.
  4. Die Zwiebeln fein hacken und in eine Schüssel geben. Den Kreuzkümmel oder das Ras el Hanout darüber streuen.
  5. Die Tomaten hacken und mit dem Saft dazu geben. Lauchzwiebeln putzen und fein schneiden.
  6. Jetzt die Petersilie und die Minze schön fein schneiden und mit den Lauchzwiebeln und dem abgekühlten Bulgur in die Schüssel geben.
  7. Zitronensaft und Olivenöl darüber geben und alles vorsichtig aber gründlich mischen. Abschmecken.
  8. Der Taboulé schmeckt sofort, kann aber auch ein paar Stunden ziehen.
So macht ihr gekeimte Quinoa

Die rohe Quinoa in eine Glasschale oder ein großes Glas geben und mit reichlich Wasser bedecken. Über Nacht oder ca. 8 Stunden stehen lassen. Dann in ein Sieb schütten und gut abspülen. Das Sieb mit der nassen Quinoa über eine Schüssel hängen, mit einem Küchentuch lose abdecken und beiseite stellen. Zwischendurch immer mal mit frischem Wasser gut spülen. Das war es schon 🙂 . Quinoa keimt sehr schnell und kann dann auch roh gegessen werden.

Blumenkohl-Taboulé

Wer einen getreidefreien Taboulé machen möchte, kann statt Quinoa (oder Bulgur) Blumenkohl verwenden. Für die o. g. Menge braucht ihr einen frischen kleinen Blumenkohl. Strunk und Stiele entfernt ihr und gebt die Röschen grob zerteilt in eine Küchenmaschine. Zerkleinern, bis sie etwa die Körner etwa die Größe von Bulgur haben. Dann wie das Getreide oben unter den Salat mischen. Diese Variante darf gern etwas ziehen.

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