Beilagen, Glutenfrei, Salate, Vegan

Hirse-Taboulé mit Erdbeeren & Spargel

9. Juni 2016

Es ist Erdbeerzeit! Juchu! Und die Spargelzeit ist auch noch nicht zu Ende! Es ist diese Zeit des Jahres, in der die Sonne auch abends um zehn noch scheint, und morgens um vier schon wieder. Und ich trotzdem wunderbar schlafe, die helle Sommernacht auszusperren würde mir im Traum nicht einfallen. Es ist auch die Zeit in der mein Sternzeichen in den Horoskopen der Zeitschriften wieder ganz nach oben rutscht. Denn Geburtstag habe ich in dieser tollen Zeit obendrein. Vielleicht liebe ich sie deshalb so sehr? Weil ich mitten reingeboren wurde?

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Gestern waren Emily und ich Erdbeeren pflücken. Unglaublich so ein riesiges Erdbeerfeld – und jeder Zentimeter voller Früchte. Wir hatten unsere Schüsseln – und nebenher den Bauch – blitzschnell gefüllt. Mmmmm! Und was mache ich jetzt mit den ersten Erdbeeren des Jahres? So viele Möglichkeiten. Erdbeer-Muffins oder einen Mandelkuchen mit Erdbeeren, so viel steht fest. Für’s Wochenende. Erdbeer-Chutney mit grünem Pfeffer. Unbedingt. Das wollte ich letztes Jahr schon machen. Und dann war die Erdbeerzeit so plötzlich wieder vorbei.

Und auf jeden Fall diesen köstlichen Salat. Ein Salat im Taboulé-Stil kommt bei uns bestimmt einmal in der Woche auf den Tisch. Manchmal in der klassischen Version aber meist in unzähligen Variationen. Als Basis verwende ich am liebsten Quinoa, weil sie lecker, proteinreich und glutenfrei ist. Aber heute sollte es mal etwas anderes sein, also habe ich Hirse verwendet. Ein tolles, mineralstoffreiches, uraltes und im Körper basisch wirkendes „Korn“, das sich wunderbar anstelle von Couscous oder Bulgur einsetzen lässt. Kunterbunt und köstlich wird es kombiniert mit erfrischender Gurke, aromatischem grünen Spargel, den ich roh verwende, würzigen Kräutern und (leicht) süßen Erdbeeren. Yummie! Der Salat schmeckt pur aber auch mit Begleitung, zum Beispiel zu etwas vom Grill oder auf einer Mezze-Platte, z. B. mit gefüllten Weinblättern, kleinen, gefüllten Tomaten und eingelegten Zucchini.  

Ich messe, wie so oft, gern in Kaffeebechern. Ich selbst habe welche von Ikea, mit ca. 220 ml Inhalt, es kommt aber nicht aufs Gramm an.

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Hirse-Taboulé mit Erdbeeren und Spargel

Für 2 bis 4 Portionen, je nachdem was es noch gibt, braucht ihr:
  • Gut 2 Kaffeebecher gekochte und abgekühlte Hirse (dazu gut 1 Kaffeebecher Hirse in einem Sieb abspülen und ca. 10 Minuten in Wasser kochen. Dann in eine Sieb gießen und mit kaltem Wasser abspülen. Ihr könnt auch einen Rest Quinoa oder Bulgur nehmen. Mit Bulgur ist der Salat natürlich nicht glutenfrei.)
  • 2 Stangen grüner Spargel
  • 3 EL Gemüsebrühe (ich hatte Spargelwasser, weil ich Spargel für ein anderes Gericht gekocht habe, das ist natürlich ideal)
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Rotweinessig ODER je 1 EL Rotweinessig und Zitronensaft
  • 1 Spritzer Ahornsirup (oder Agave)
  • 1 gute Prise OASA Gewürzmischung von Lebensbaum (diese Mischungen sind im Augenblick meine Favoriten), alternativ getrocknete Kräuter
  • Ich habe 1 TL Algenflocken zugefügt, weil ich gern mit Algen koche – ich finde sie runden den Geschmack ab und sehr gesund sind sie auch. Ihr könnt sie einfach weglassen.
  • 1/4 – 1/2 Salatgurke (ich habe ein Stück von ca. 8 cm Länge verwendet)
  • 1 Kaffeebecher geputzte und in Stücke geschnittene Erdbeeren
  • Frische Kräuter: Ich habe ein Bund glatte Petersilie und ca. je 1 EL gehackte Minze und Basilikum verwendet.
  • 2 Lauchzwiebeln
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer
Und so wird’s gemacht:
  1. Während die Hirse abkühlt wascht ihr Spargel, Zwiebeln, Gurke und Kräuter (und Erdbeeren, falls noch nicht erledigt).
  2. In einer großen Schüssel rührt ihr nun die Marinade aus Brühe, Öl, Essig und ggf. Zitronensaft und würzt kräftig mit Kräutern, Salz und Pfeffer. Falls ihr auch Algen verwenden möchtet, rührt sie einfach mit unter.
  3. Vom Spargel die unteren Enden kappen, es sollen nur grüne Stangen übrig bleiben. Die Lauchzwiebeln unten kappen und evtl. die oberste Schicht abziehen. Beides in dünne Scheiben, bzw. Ringe schneiden, bei den Zwiebeln auch den grünen Teil mit verwenden.
  4. Spargel und Zwiebeln in die Marinade geben und umrühren.
  5. Die Gurke längs vierteln und den Kernstrang abschneiden. Die Gurke dann in kleine Würfel schneiden und ebenfalls in die Marinade geben.
  6. Die Kräuter fein hacken und in die Marinade geben.
  7. Nun die Hirse zugeben und alles gut mischen.
  8. Die Erdbeeren, falls noch nicht erledigt, in kleine – aber nicht zu kleine – Stücke schneiden. Ich viertele sie meist und schneide sie dann noch einmal quer durch. Sind sie sehr groß, könnt ihr sie auch zwei Mal quer durchschneiden. Gurke und Erdbeeren dürfen gern etwa gleich groß sein.
  9. Zum Schluss die Erdbeeren unterheben und alles vorsichtig mischen.
  10. Bis zum Servieren ziehen lassen (dauert es länger, im Kühlschrank) und vor dem Servieren noch einmal abschmecken.

Guten Appetit!

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So geht’s auch:
  • Statt den Spargel in den Salat zu schneiden, könnt ihr ihn auch gegrillt als Beilage servieren!
  • Ist die Spargelzeit zu Ende, schmecken Avocadowürfel, kurz gegarte Erbsen oder gebratene Zucchiniwürfel im Salat. Anstelle der Erdbeeren gebe ich Melone, Nektarine, Blaubeeren oder Stachelbeeren dazu. Dann den Salat auf einem Bett aus Rucola servieren.
  • Frischer Koriander passt auch toll in den Salat. Vor allem, wenn Avocado mit von der Partie ist.
  • Wer dem ganzen noch einen Extra-Lecker-Kick geben möchte, kann noch kurz geröstete Pinienkerne auf dem Salat verteilen.

 

 

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