Glutenfrei, Hauptgerichte, Vegan

Zucchini-Lasagne mit Cashew-Blumenkohl-Ricotta

21. Januar 2017

Ich liebe Lasagne, aber auch wenn ich nicht immer glutenfrei esse, sind Gluten und ich leider nicht die besten Freunde. Deshalb bastele ich oft Gerichte wie dieses.


Die Pasta ersetze ich hier durch Zucchini-Scheiben, mittlerweile ja auch schon fast ein Klassiker der gesunden Küche. Zumal eine Lasagne mit Zucchini-Nudeln erstaunlicherweise ebenso zufrieden macht wie eine mit echter Pasta. Na ja, zumindest zu 99 % so zufrieden 😉

Das keine Bolognese drin steckt, ist zugegeben der Abwesenheit jeglicher Zutaten aus denen man eine Bolognese hätte kochen können geschuldet. Glücklicherweise fanden sich im Kühlschrank je ein halbes Glas schwarze Oliven und Kapern mit denen man eine würzige Tomatensauce kochen konnte.

Also keine Pasta, keine Bolognese, was dann? Milchprodukte jedenfalls nicht. Die Lasagne ist vegan, lecker und gesund. Kein Hefeschmelz mit Margarine, kein Käse-Ersatz, kein Mehl steckt drin. Dafür Zucchini, Tomaten, Blumenkohl und Cashewkerne. Also Glückshormone, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien und Vitamine. Yes, please!

Die Creme erinnert nach dem Backen an Ricotta. Oder eine Mischung aus Bechamel und Ricotta.

Zucchini-Lasagne mit Cashew-Blumenkohl-Ricotta

Für eine kleine Form (oder 2 Portionen) braucht ihr:
  • 1/2 Blumenkohl
  • 150 g Cashews
  • 3 – 4 Zucchini (grüne oder gelbe. Wenn sie groß sind, genügen 3)
  • 1 große Zwiebel
  • 1 kleine Selleriestange
  • 1 Karotte
  • 1/2 Tasse schwarze Oliven
  • 1 TL Kapern (optional)
  • 2 – 3 EL Hefeflocken
  • Meersalz und Pfeffer aus der Mühle
  • 1 kleine Dose Pizzatomaten
  • 4 Strauch- oder Romatomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL gehackte Rosmarinnadeln
  • 1 TL gemischte italienische Kräuter oder Thymianblättchen
  • 2 TL Zitronensaft
  • Olivenöl
  • 1 EL Speisestärke (kann wegfallen)
  • 1 Prise Rohrzucker (auch optional)
  • 1 Tasse Gemüsebrühe (oder 1 TL gutes Brühe-Pulver aus dem Glas)
  • 1/2 Tasse Rotwein (oder mehr Gemüsebrühe)
Und so wird’s gemacht:
  1. Die Cashews in kaltem Wasser einweichen. Wer einen Hochleistungsmixer hat, braucht das nicht oder nur kurz zu tun. Für weniger kräftige Modelle sollten die Cashewkerne mindestens 3 Stunden eingeweicht werden, besser über Nacht.
  2. Die Cashews abgießen und mit frischem Wasser abspülen.
  3. In einem Topf zwei Tassen Wasser und eine Prise Salz zum Kochen bringen. Den Blumenkohl in kleinere Stücke zerteilen und grobe Stiele dabei abtrennen. Die Röschen ins kochende Wasser geben, 3 Minuten blanchieren und dann in einem Sieb abgießen und etwas abkühlen lassen.
  4. Währenddessen die Zucchini waschen und mit dem Sparschäler schälen (das muss nicht vollständig sein, ich ziehe auf jeder Seite meist nur einen Streifen Schale ab). Die Zucchini dann mit dem Sparschäler oder einer Mandoline längs in sehr dünne Scheiben hobeln. Den Kernstrang nicht mitverwenden. 
  5. Die Knoblauchzehen abziehen und fein hacken. Die Rosmarinnadeln ebenfalls fein hacken.
  6. Die Zwiebel abziehen und fein hacken.
  7. Die Selleriestange oben und unten kappen und mit einem kleinen, scharfen Messer harte Fasern abziehen. In kleine Würfel schneiden.
  8. Die Karotte oben und unten kappen, mit dem Sparschäler schälen und ganz fein würfeln.
  9. Die Tomaten fein hacken.
  10. 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen. Bei mittlerer Hitze die Zwiebelwürfel, die Karotte und den Sellerie andünsten. Die Zwiebel soll hellgelb und weich werden. Dann Knoblauch, Rosmarin und Thymian zufügen und alles rühren bis es duftet.
  11. Nun eine Tasse Wasser und 1 TL Gemüsebrühe (oder eine Tasse heiße Gemüsebrühe) und den Rotwein angießen und das Gemüse damit ablöschen. Die Tomaten zugeben, alles salzen und pfeffern und bei mittlerer Hitze (Stufe 6 – 7) ein paar Minuten kräftig köcheln lassen. Dann herunter schalten (4 – 5) und die Sauce etwa 15 Minuten weiter köcheln lassen. Das Gemüse sollte weitgehend weich sein. Bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit zufügen, die Sauce soll jedoch nicht zu flüssig werden.
  12. Die fertige Sauce würzig mit Salz, Pfeffer, Oregano oder getrockneten Kräutern abschmecken und die Oliven und Kapern unterrühren.
  13. Den Ofen auf 180 Grad (oder 165 Grad Umluft) vorheizen.
  14. Den Blumenkohl und die Cashewkerne in einen Mixer geben. So viel Wasser zufügen, dass die gerade bedeckt sind und alles zu einer cremigen Masse mixen. Stärke, Hefeflocken und Zitrone unterrühren und die Creme mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken.
  15. Eine flache Form mit etwas Tomatensauce ausstreichen und den Boden mit einer dünnen Schicht Zucchini auslegen. Dazu die Zucchinischeiben quer und leicht überlappend in die Form legen. Die Zucchini mit Tomatensauce bedecken und die wiederum mit heller Creme.
  16. Das wird solange wiederholt bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Getoppt werden sollte die Lasagne mit „Ricotta“-Creme.
  17. Die Lasagne in den heißen Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche teilweise goldbraun – aber nicht zu dunkel – ist.
  18. Aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten stehen lassen, damit sich alles setzen kann. Dann servieren.

Ich hoffe, es schmeckt 🙂 

So geht’s auch:
  • Ihr könnt natürlich auch eine Bolognese-Sauce eurer Wahl verwenden.
  • Für vier Personen das Rezept einfach verdoppeln. 
  • Gehaltvoller wird es, wenn ihr die Zucchinischeiben vorher in etwas Olivenöl anbratet. Das kann auch im heißen Ofen – mit etwas Öl eingepinselt – passieren.
  • Statt Zucchini könnt ihr auch vorgebratene Auberginenscheiben, Süßkartoffel- oder Selleriescheiben verwenden.

 

 

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