Glutenfrei, Hauptgerichte, Suppen, Vegan

Spinatsüppchen mit Cashew-Hanf-Sahne

11. August 2016

Diese Suppe zartgrün, cremig, schaumig und köstlich. Obendrein ist sie sehr gesund und ganz schnell gemacht. Sie kommt mit wenigen, aber dafür herrlich gesunden Zutaten aus, wie grünes Blattgemüse und Hanfsamen. Ein Schälchen davon versorgt euch mit Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fettsäuren und gut satt macht sie auch. Und weil ihr nicht mit zu hohen Temperaturen arbeitet, bleiben die Nährstoffe erhalten und die Fettsäuren stabil. Statt Spinat könnt ihr auch Wildkräuter verwenden – z. B. Brennnesseln, wie auf dem Foto. Das ist auch sehr lecker. Mit Spinat mag ich sie allerdings am liebsten.

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Die leckere Suppe eignet sich perfekt als sommerlicher Auftakt für ein Essen mit Freunden oder auch als Hauptmahlzeit, vielleicht mit etwas schönem Brot dazu. Wenn ihr sie als Vorsuppe serviert, wirkt sie besonders hübsch in Gläsern oder Tassen. So werden die Portionen auch nicht zu groß und ihr seid nicht schon von der Vorspeise satt.

Ihr braucht für dieses Süppchen allerdings einen leistungsfähigen Mixer. Solltet ihr – noch – keinen besitzen, könnt ihr auch mit einem Pürierstab arbeiten. Dann ist es nur wichtig, dass die Cashewkerne lange genug (am besten über Nacht) einweichen.

Spinatsüppchen mit Cashew-Hanf-Sahne

Für zwei große oder vier kleine Schalen (Gläser) braucht ihr:
  • 3 große Handvoll (ca. 130 g) frischer Spinat, nur den unteren Stielansatz gekappt. Die oberen Stiele können dranbleiben. Alternativ schmecken auch gemischte Wildkräuter, Mangold oder Brokkoli.
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Mischung aus Hanfsamen und Cashewkernen. Ich nehme meist 60 – 70 g Cashews und 30 – 40 g Hanfsamen
  • Meersalz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Spritzer Zitrone
  • 1 EL Olivenöl oder 1 TL Kokosöl
  • Kräuter oder Gänseblümchen als Garnitur
Und so wird’s gemacht:
  1. Die Cashewkerne am besten schon ein paar Stunden vorher (oder über Nacht) einweichen. Kurz vor dem Kochen dann mit frischem Wasser abspülen und zusammen mit den Hanfsamen in einen Mixer geben. Die Gemüsebrühe zufügen und alles glatt pürieren.
  2. Den Knoblauch schälen und hacken.
  3. Den Spinat waschen und nur den untersten Strunk – wo die Stauden zusammen hängen – kappen. Dann die Spinatstauden in drei bis vier Teile schneiden oder einfach grob zerteilen.
  4. Nun erhitzt ihr einen Topf auf mittlerer Hitze, gebt das Öl und eine Prise Salz hinein und dünstet den Knoblauch darin kurz an. Er soll auf keinen Fall braun werden. Den Spinat zufügen und kurz zusammen fallen lassen.
  5. Jetzt kommt die Nussbrühe aus dem Mixer dazu. Gut umrühren und alles heiß werden lassen.
  6. Den Topfinhalt gießt ihr nun in den Mixer und mixt ihn zu einer sämigen, cremigen Suppe. Gebt sie zurück in den Topf und schmeckt mit Salz, Pfeffer und einem kleinen Schuss Zitrone ab. Evtl. braucht sie gar kein Salz, je nachdem wie salzig eure Brühe ist. 
  7. Serviert die Suppe in Schalen, Gläsern, Tassen – ganz wie ihr mögt. Nach Geschmack mit frischen Kräutern (Schnittlauch, Dill, Kerbel…) oder Gänseblümchen garnieren (wobei letztere zwar hübsch aussehen, ich mich aber immer schwertue sie abzupflücken 😉 )

Ich hoffe, sie schmeckt euch ebenso gut wie uns!

So geht’s auch:
  • Auch wenn die Suppe mit so wenigen Zutaten schon vollkommen rund und würzig schmeckt, könnt ihr, wenn ihr mögt, mit dem Knoblauch noch eine Schalotte oder kleine, gehackte Zwiebel andünsten.
  • Ich habe es zwar in diesem Fall nicht ausprobiert, bin aber sicher, dass ihr die Suppe auch mit einer Mischung aus Gemüsebrühe, Sojamilch oder Mandelmilch und etwas Mandelmus oder Cashewmus zubereiten könnt. Natürlich könnt ihr auch eine Pflanzensahne verwenden, dann enthält sie jedoch weniger gesunde Mineralstoffe und Fettsäuren.
  • Falls ihr keinen Wurzelspinat findet, sondern nur die kleinen – oft abgepackten Blättchen – tun die es natürlich auch. In diesem Fall braucht ihr natürlich keine Stiele kappen. Ich verwende die Stiele, abgesehen vom unteren Staudenende jedoch mit, denn sie geben Geschmack. Ist euch die Suppe mit abgepackten Spinatblättchen zu mild, müsst ihr evtl. etwas kräftiger abschmecken.
  • Den Spinat könnt ihr, wie oben schon erwähnt, in der Saison durch Wildkräuter ersetzen. Für die Version auf dem Foto habe ich eine „Grüne-Smoothie-Mischung“ von Denn’s Biomarkt verwendet, das war auch sehr lecker. Das wilde Grün ist um ein vielfaches nährstoffreicher als unsere Kulturpflanzen und ursprünglich auch eine Vitamin-B-12-Quelle – sofern wir die Blätter nicht waschen. Das geht natürlich nur, wenn sie aus einem natürlich sauberen Umfeld kommen, was heute ziemlich schwer zu finden sein dürfte. Selbst der Regen ist leider nicht mehr nur sauberes Wasser. Zudem werden natürlich überall um uns herum Pestizide und Herbizide eingesetzt. Trotzdem lohnt es, dass wir uns wieder viel mehr auf diese tollen kostenlosen heimischen „Superfoods“ besinnen. Pflückt sie einfach dort, wo keine Autos vorbei fahren und keine Hunde ausgeführt werden. Und kein Gift gespritzt wird, also an Feldern. Wascht eure Kräuter kurz, bzw., falls ihr nicht sicher seid, ob Ablagerungen darauf sind, legt sie kurz in Essigwasser ein und spült sie dann ab. Das soll helfen Schadstoffrückstände zu entfernen.

Guten Appetit wünsche ich euch  🙂 

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