Glutenfrei, Hauptgerichte, Snacks, Vegan

Schwarze-Bohnen-Fritters mit Jamaika-Curry

20. März 2016

Diese knusprigen Mini-„Frikadellen“ duften herrlich nach der aromatischen Currymischung mit dem sie gewürzt sind. Kein Wunder, denn für das jamaikanische Currypulver röstet ihr die Gewürze vor dem mahlen frisch in der Pfanne. Mehr Aroma geht nicht!

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Das selbstgemachte Currypulver ist aber kein Muss, die Fritters schmecken mit jedem guten Currypulver oder alternativ auch mit Currypaste köstlich. Als Begleitung passt fast jeden Art von Dip. Unten findet ihr das Rezept für einen leckeren Mango-Joghurt-Dip und eine Tomaten-Ananas-Salsa.

Schwarze-Bohnen-Bällchen mit Jamaika-Curry

Für 4 – 6 Portionen – je nach Beilagen – braucht ihr:
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Kokosöl
  • 1 kleine Dose schwarze Bohnen (alternativ Kidneybohnen)
  • 80 g Walnüsse
  • 70 g Haferflocken (ggf. glutenfrei deklarierte, sonst Hirse- oder Quinoaflocken)
  • 1 EL Maisstärke
  • 1 EL Schnittlauchröllchen
  • 1 TL Hot Sauce (scharfe Sauce, z. B. roter Tabasco, oder eine karibische Sorte)
  • 1 – 2 TL jamaikanisches Currypulver s. u. (alternativ indisches plus 1 gute Prise Piment oder eine andere aromatische Gewürzmischung)
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 4 EL Erdnussöl
Und so wird’s gemacht:
  1. Die Zwiebel abziehen und fein hacken. In Kokosöl weich dünsten, bis sie leicht Farbe annimmt.
  2. In einer Küchenmaschine die Nüsse zu einem groben Mehl mahlen. Die Bohnen abgießen.
  3. Die Haferflocken ebenfalls zu einem groben Mehl mahlen. 
  4. Wenn die Küchenmaschine groß genug ist jetzt die Bohnen und Zwiebeln dazu geben und alles zu einem Teig verarbeiten. Alternativ die Bohnen und Zwiebeln ebenfalls einzeln grob pürieren und danach alle Zutaten mit den Händen zu einem klebrigen Teig verarbeiten. Alternativ kann auch ein Pürierstab verwendet werden.
  5. Die Masse mit Chilisauce, Curry, Schnittlauch, Salz und Pfeffer verkneten. Abschmecken.
  6. Jetzt kleine Bällchen aus der Masse formen und diese dann etwas flach drücken. Wenn möglich bis zum Braten im Kühlschrank aufbewahren.
  7. 4 EL Oliven- oder Erdnussöl erhitzen und die Fritters bei mittlerer Hitze (7) rundherum goldbraun braten. Wartet möglichst, bis sich auf der unseren Seite eine Kruste gebildet hat, bevor ihr sie wendet und bewegt sie nicht zu häufig. Ihr könnt sie auch frittieren – damit sie ihrem Namen gerecht werden – ich persönlich brate sie aber lieber bei mittlerer Hitze in etwas Öl.
  8. Die Fritters frisch aus der Pfanne servieren.

Es gibt so viele leckere Möglichkeiten die Fritters zu genießen. Zum Beispiel mit Salat, und wenn ihr mögt auch einem kalten Bier, gern eine karibische oder mexikanische Sorte. Auf jedem Fall gehört eine Salsa oder ein Dip dazu. Wir servieren meist eine Salsa, wie eine Pico de Gallo oder eine Tomaten-Ananas-Salsa, die auch als kleiner Salat herhalten kann. Plus einen Dip. Weil ich so ein Saucen-Junkie bin, und am liebsten alles unter Dips und Saucen ertränke. Als Dip passt eine klassische Guacamole oder jede andere Art von Avocado-Dip. Oder ein leckeres Hummus, wie das auf dem Foto. Das habe ich mit grünen Chilis, Limettensaft und viel frischem Koriander gewürzt.

Superlecker ist auch ein Mango-Joghurt-Dip. Dazu verrührt ihr 5 EL Soja- oder Kokosjoghurt pur mit 1 – 2 EL guter Mayo (ich verwende selbstgemachte oder die vegane Mayo von „Emil“, da sie mit kaltgepresstem Öl hergestellt wird und geschmacklich alles andere in den Schatten stellt).

Dann schält ihr eine eine wilde Mango (die sind kleiner als die gewöhnlichen, die ihr natürlich auch verwenden könnt. Davon braucht ihr nur eine Hälfte.), würfelt das Fruchtfleisch ganz klein und hebt es unter die Creme. Die schmeckt ihr dann mit ca. 2 EL Zitronen- oder Limettensaft, etwas Abrieb der Schale, einer Prise Meersalz, frischen Schnittlauchröllchen und einem Spritzer hellem Reissirup ab. Nicht zu stark rühren, sonst wird der Joghurt sehr flüssig. Den Reissirup kann auch ein anderer Sirup ersetzen, z. B. Ahorn- oder Kokosblütensirup. Ich habe allerdings immer klaren Reissirup im Vorrat, weil er die Farbe der Gerichte nicht verändert und im Gegensatz zu z. B. klarem Agavensirup fruktosefrei ist.

Selbst gemachtes jamaikanisches Currypulver

Ein für Jamaika typisches Gewürz ist der Piment – auf English Allspice. Wie der Name schon sagt, wird es in vielen Küchen als Universalgewürz verwendet und auf die jamaikanische trifft das besonders zu. Leider kann man jamaikanisches Currypulver bei uns nicht kaufen. Wer nicht in die Karibik reist, lässt es mitbringen oder bestellt es im Internet. Oder macht es selbst. So wird es natürlich am aromatischsten. Ihr benötigt dazu eine Gewürz- oder Kaffeemühle. Ich habe nur eine für beides und mahle trotzdem den Kaffee darin, nachdem ich sie gut saubergemacht habe. Ein Hauch Gewürzaroma in meinem Kaffee stört mich nicht. Wer die Aromen gern pur hält, sollte zwei Geräte haben. Alternativ könnt ihr auch mörsern – das hat ja früher auch geklappt 🙂 

Für ein kleines Schraubglas braucht ihr:
  • Gut 1 TL Pfefferkörner
  • gut 3 TL Korianderkörner
  • 2 gestrichene TL Zwiebelpulver
  • 2 TL gemahlener oder gerebelter Thymian
  • Gut 2 TL Pimentkörner
  • 3 TL Kreuzkümmelsamen
  • 4 TL Bockshornklee (gemahlen)
  • 2 TL Chilipulver oder Chiliflocken
  • 2 Sternanis
  • 3 TL Kurkuma
  • 2 Nelken
  • 2 gestrichene TL Knoblauchpulver 
  1. Alle ganzen Gewürze (Körner, Nelken und die Sternanis) ohne Fett in einer Pfanne bei mittlerer Hitze leicht rösten, bis sie aromatisch duften. Sie sollen aber nicht braun werden oder gar verbrennen. Dann werden sie bitter.
  2. Die gerösteten Gewürze in einer Gewürzmühle, einer sauberen Kaffeemühle oder einem Mörser zu einem Pulver vermahlen. Mit den übrigen Zutaten mischen.
  3. Was nicht sofort verwendet wird, luftdicht aufbewahren.

Tomaten-Ananas-Salsa (Pico de Gallo mit Ananas)

Für eine Schale braucht ihr:
  • 2 feste Tomaten
  • Ca. 160 g Ananas (frisch, Glas oder Dose, ungesüßt)
  • ¼ von einer roten Zwiebel
  • 1 guter Spritzer scharfe Sauce, z. B. roter Tabasco
  • 1 Prise Rohrzucker oder Kokoszucker
  • Frisch gemahlener Pfeffer und eine Prise Meersalz
  • Saft von ½ Limette (falls sie sehr saftig ist, erst einmal ein Viertel verwenden)
  • 1 EL gehacktes Koriandergrün
  1. Die Tomaten waschen, abtrocknen und klein würfeln. Die Kerne dabei entsorgen.
  2. Die Ananas ggf. abtropfen lassen und ebenfalls klein würfeln. Die Zwiebeln ganz fein würfeln.
  3. Alles in einer Schüssel mischen.
  4. Kurz vor dem Servieren Limettensaft, Rohrzucker, scharfer Sauce, Salz, Pfeffer und Koriander unterrühren.
  5. Sollte es länger stehen, die evtl. entstandene Flüssigkeit vorsichtig abgießen und dann erst die weiteren Zutaten untermischen.
  6. Wer mag, kann die Salsa kurz in die Küchenmaschine geben oder leicht mit dem Mörser stampfen, damit sich die Zutaten besser verbinden. Die Originalversionen werden oft so gemacht, die „modernen“ verzichten meist darauf.

Die Salsa schmeckt auch lecker zum Grillen oder zu Tortilla-Chips. Ihr könnt auch Nachos damit toppen.

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