Glutenfrei, Hauptgerichte, Vegan

Gefüllter Hokkaido

3. Dezember 2015

Noch ist Kürbiszeit! Bis wir im Frühling eine Kürbis-Pause brauchen ist es noch etwas hin und noch stecken wir bis über beide Ohren in der Wintergemüse-Vielfalt und all den schönen Sachen, die man daraus kochen kann. Und niemals schaffe ich es all die Rezepte, die ich probieren möchte, auch in die Tat umzusetzen.  Zuerst einmal sind da ja alle die Lieblingsrezepte, die wieder gemacht werden möchten. Und dann gibt es die vielen aus Kochbüchern und Blogs der letzten Jahre, die man sich für die nächste Saison aufgehoben hat. Nur das die nächste Saison dann auch wieder mit so vielen tollen neuen Rezepten aufwartet. Und dann gibt es ja auch noch ein Leben außerhalb der Küche 🙂 

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In diesem Herbst (und Winter) habe ich mir vorgenommen, nicht immer nur mit Hokkaido oder Butternut zu kochen, sondern auch z. B. der Bischofsmütze mal eine Chance zu geben. Und ich möchte etwas mit Spaghetti-Kürbis kochen! Aber bevor ich daran gehe, hier noch ein Liebling. Lecker gefüllter Hokkaido aus dem Backofen. 

Die Füllung ist so lecker, die schmeckt auch ohne den Kürbis. Aber zusammen ist es nochmal so gut. Eigentlich habe ich für diese Füllung kein festes Rezept. Ich mag sie mit Linsen, Quinoa, Tofu, Spinat, Pilzen…oder mit allem auf einmal. Diese üppige Version hat alles. „All the good stuff“ eben. Ihr könnt aber variieren. Zum Beispiel die Quinoa durch einen zerbröselten Dinkeltoast ersetzen. Den Spinat durch Grünkohl. Aber dazu unten mehr.

Den Hokkaido schneide ich je nach Größe in drei bis vier Teile, statt ihn nur zu halbieren. Er wird dann schneller gar und auch die Füllung gart besser durch.

Gefüllter Hokkaido

Für zwei Personen als Hauptgericht (oder vier, falls es reichlich dazu gibt) brauchst Du:
  • 1 Hokkaido
  • 3 gute Handvoll Winterspinat 1 großes Blatt frischer Grünkohl
  • 200 g Champignons oder gemischte Pilze
  • 100 g Tofu (optional, kann mit mehr Pilzen, Quinoa oder Linsen ausgetauscht werden)
  • 1 Kaffeetasse (gekeimtes oder gekochtes) Quinoa – Gewicht trocken (ca. 50 g) 
  • 1 Kaffeetasse Belugalinsen, gekocht (aber nicht zu weich)
  • 1 EL Hefeflocken (optional)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Stängel Thymian
  • 1 TL Gewürzmischung nach Wahl (italienische Kräuter, Ras el Hanout…s. unten)
  • 1/2 cm Kurkumawurzel (alternativ 1/4 TL Pulver) – optional
  • 60 ml Brühe oder Hafersahne (oder eine glutenfreie Sorte, wie Sojasahne)
  • 2 – 3 Stängel glatte Petersilie
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Olivenöl
Und so wird’s gemacht:
  1. Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  2. Den Hokkaido waschen und unschöne Stellen auf der Schale entfernen. Den Kürbis in drei oder vier Teile schneiden – je nach Größe.
  3. Für drei Teile halbiert ihr ihn einmal ungerade, schneidet ihn also in eine große und eine kleinere Hälfte. Die größere Hälfte halbiert ihr noch einmal. Für vier Teile halbiert ihr ihn erst mittig und teilt die Hälften dann noch einmal. Mit einem EL das Innere gut herauskratzen und die Schale an der Unterseite leicht abflachen, damit die Stücke nicht umfallen.
  4. Die Zwiebel abziehen und hacken. Den Knoblauch abziehen und zerdrücken oder ganz fein hacken. Kurkuma, sofern verwendet, dünn schälen und fein hacken. 
  5. Die Pilze mit einem trockenen Papiertuch abreiben und hacken.
  6. Falls ihr Grünkohl verwendet, den Stiel aus dem Blatt schneiden und das Blatt in kleine Stücke schneiden. Spinat von groben Stielen befreien und waschen. Etwas trocken tupfen.
  7. Die Thymianblättchen vom Stiel zupfen oder streifen (in Gegenrichtung).
  8. Den Tofu in Stücke schneiden und die Stücke in einem sauberen Küchenhandtuch gut ausdrücken. Den Tofu dann grob in eine Schüssel bröseln.
  9. Eine ofenfeste Form etwas fetten und die Kürbisstücke hinein setzen. Mit Olivenöl beträufeln und in den Ofen stellen. Auf der mittleren Schiene 10 Minuten vorbacken.
  10. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel mit den Pilzen darin unter Rühren ca. eine Minute anbraten. Den Tofu dazu geben und zwei bis drei Minuten mit braten. Dabei häufig rühren.
  11. Nun Knoblauch und Thymian in die  Pfanne geben und rühren bis es duftet. Auf Stufe 7 herunterschalten. Spinat oder Grünkohl, Quinoa und Linsen in die Pfanne geben und alles gut verrühren. Ein, zwei Minuten weiterrühren.
  12. Nun die Brühe oder die Sahne, die Hefeflocken und die Gewürze zugeben und gut umrühren. Alles auf dem Herd etwa fünf Minuten durchziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie untermischen.  
  13. Die Mischung in die Kürbishälften füllen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Auf der mittleren Schiene 30 Minuten backen.
 So geht’s auch:
  • Die Kürbisfüllung ist sehr flexibel. Da reichlich Füllung vorhanden ist, können entweder Linsen, Tofu oder Quinoa auch wegfallen. Oder ihr verwendet stattdessen etwas mehr von den Zutaten, die ihr verwendet. Alternativ kann auch jede der drei Zutaten durch 2 EL gehackte Walnüsse ersetzt werden. In einer trockenen Pfanne kurz anrösten bevor ihr sie unter die Füllung mischt. So lässt sich die Füllung auch leicht sojafrei herstellen.
  • Die Quinoa könnt ihr durch einen zerbröselten Toast (ich nehme Dinkel) ersetzen.
  • Auch beim Würzen könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Toll passen gute Currymischungen, mediterrane, arabische und marokkanische Mischungen. Und natürlich Gewürzmischungen für Kürbisgerichte. Aber auch ganz schlicht, nur mit gutem Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer ist der Kürbis ein Genuss.   

 

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