Glutenfrei, Hauptgerichte, Vegan

Gefüllte Auberginen mit Zitronenjoghurt

4. Mai 2015

Die arabische, bzw. die arabisch und vom mittleren Osten inspirierte Küche ist eine meiner absoluten Lieblingsküchen. Ich liebe die warmen Gewürze, die säuerliche Frische von Zitrone, Joghurt oder Sumach, die Süße von Datteln, die herrlichen duftenden frischen Kräuter wie Minze, Blattpetersilie und Koriander, die in unserem arabischen Supermarkt in dicken Bündeln verkauft werden. Was für ein Aroma! Die Kräutertöpfen aus den Gemüseabteilungen unserer konventionellen Supermärkte können diesen Kräutern nicht mal ansatzweise das Wasser reichen. Mein VHS-Kurs „Arabisch vegan“ ist von allen meinen Kursen der beliebteste. Wie schön, dass so viele meine Begeisterung für diese tolle Küche teilen. IMG_3377-0.jpg

Die Liebe zur orientalischen Küche begann bei mir schon früh. Mein erstes eigenes Kochbuch war ein türkisches. Mein zweites eins mit Rezepten aus Nordafrika. Bei mir gab es schon rote Linsensuppe, Hummus und Tabouleh, als hier noch nie jemand davon gehört hatte. Das hat sich bis heute nicht geändert. Die Aromen der arabischen Küche und der ihrer Nachbarn gehören für uns einfach dazu. Ich wandele Originalrezepte gern etwas ab oder erfinde einfach neue, so wie dieses hier. 

Gefüllte Auberginen mit Zitronenjoghurt

Für 6 Portionen brauchst Du:
  • 3 Auberginen
  • 6 EL (nicht zu weich) gekochte, abgekühlte Quinoa, alternativ Hirse oder Bulgur (dann nicht glutenfrei)
  • 2 Roma- oder Strauchtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 3 TL Sultaninen
  • 6 – 8 Stängel Petersilie (oder ca. 4 EL gehackte Petersilie)
  • 3-4 Stängel Minze (oder ca. 1 EL gehackte Minzeblättchen)
  • 1 (nicht zu kleine) Knoblauchzehe
  • 1-2 TL orientalische Gewürzmischung (je nachdem wie intensiv die Mischung ist. Ich verwende gern eine süß-würzige Mischung, wie „Ruf der Oase“ oder „Tajine Marrakesch“ von Herbaria. Ihr könnt aber auch Aber auch Ras el Hanout oder eine Mischung für Köfte verwenden.)
  • 6 EL Olivenöl
  • 1/2 Granatapfel
  • 1 großer Becher Sojajoghurt pur (ich nehme am liebsten Sojade)
  • 1/2 Biozitrone
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer
Und so wird’s gemacht:
  1. 1 ½ Stunden vor dem Essen den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
  2. 1 Stunde vor dem Essen die Auberginen in Längsrichtung streifig schälen und halbieren. Das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel herauskratzen – dabei einen Rand stehen lassen – und fein hacken.
  3. Die Hälften in eine feuerfeste Form setzen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Etwas Wasser angießen und die Form in den vorgeheizten Ofen stellen. Die Auberginen müssen jetzt 40 Minuten garen, damit sie schön weich werden. Zwischendrin evtl. etwas Wasser oder Olivenöl nachgießen, die Auberginen dürfen nicht ankleben.
  4. Die Sultaninen in warmes Wasser einlegen und ziehen lassen.
  5. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dazu Minzeblättchen abzupfen und fein schneiden. Von der Petersilie die groben Stiele entfernen und die Blätter hacken. Etwas Petersilie (ca. die Hälfte) beiseite stellen.
  6. Eine Schüssel halb mit Wasser füllen und die eine Hälfte des Granatapfels unter Wasser aufklappen (nach oben umstülpen) und die Kerne herauslösen. Sie sinken auf den Boden, während lose weiße Häutchen an die Oberfläche steigen. So lassen sich die Kerne leicht separieren. Mit sauberen Händen arbeiten, denn das mit dem Saft gemischte Wasser könnt ihr trinken, nachdem ihr die weißen Häutchen entfernt habt.
  7. Das Fruchtfleisch der Auberginen, die Tomaten und Zwiebeln fein würfeln, bzw. hacken. Knoblauch zerdrücken – ich mache das im Mörser – oder sehr fein hacken.
  8. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Sie soll ruhig etwas Farbe bekommen, aber nicht zu dunkel werden. Wenn sie leicht goldig wird, Tomaten, Aubergine, Knoblauch und Quinoa, Hirse oder Bulgur und das ganze ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze schmurgeln lassen. Evtl. etwas Wasser oder Gemüsebrühe zugeben.
  9. Dann die Gewürz-Mischung, Petersilie und Minze untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Noch warm in die ebenfalls warmen Auberginenhälften füllen und mit Petersilie und Granatapfelkernen garnieren und mit Zitronen-Joghurt beträufeln.
  10. Werden sie nicht sofort serviert können sie auch fertig gefüllt noch einmal in den (jetzt ausgeschalteten) Ofen. Wollt ihr sie darin länger warm halten, deckt sie mit etwas Alufolie ab, sonst werden sie trocken.  
Zitronenjoghurt
  1. Für den Joghurt die Zitrone heiß abwaschen und die Schale von einer Hälfte abreiben.
  2. Den Saft auspressen und den die Schale und den Saft einer halben Zitrone mit dem Joghurt verrühren. Mit Salz und evtl. etwas mehr Zitronensaft und -schale abschmecken – je nachdem wie groß die Zitrone ist. Dabei nicht zu stark rühren, sonst verliert der Joghurt seine Cremigkeit und wird flüssig.
  3. Die Auberginen mit dem Zitronenjoghurt beträufeln und mit Petersilie und Granatapfelkernen bestreuen. Warm, aber nicht zu heiß, servieren.

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