Glutenfrei, Hauptgerichte, Vegan

Blumenkohl-Tacos mit Cashewcreme

16. November 2015

Holy Moly, sind die lecker! Die Basis dieser „Tortillas“ ist Blumenkohl. Zusammengehalten werden sie aber nicht wie die üblichen Blumenkohlpizzen von Ei sondern von Chiasamen. Als Belag oder Füllung für diese Tacos passt wirklich alles: Rotkohl, Spitzkohl, Salat, Weißkohl, Tomaten, Gurken, Sprossen, Hummus, Kürbis, Bohnen, das Herbstlaub…ich habe einfach genommen, was gerade da war. Am liebsten hätte ich die Tacos noch mit Avocadowürfeln getoppt – aber die waren noch nicht reif genug. Beim nächsten Mal 🙂 

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Blumenkohl-Pizza ist ja – sprichwörtlich – in aller Munde. Meist in mehlfreier Form, dafür aber mit Ei und oft auch Mozzarella, (frei nach „Wheat Belly“). Wer, wie ich, gern amerikanische und englische Kochbücher shoppt und Food Blogs liest, kennt die vielen wunderbaren Talente eines Blumenkohls schon länger. Ich glaube, das erste Rezept in dieser Hinsicht, dass ich ausprobiert habe, war vor einigen Jahren die Quiche mit Blumenkohlboden und Ziegenkäse der Spanierin Aran Goyoaga aus ihrem zum Niederknien schönen Buch „Small Plates & Sweet Treats“. Mittlerweile versuche ich mich natürlich an veganen Versionen. Diese hier basiert auf der Blumenkohlpizza von Ella Woodward.

Ich gebe zu, diese Tortillas macht man nicht mal eben spontan, sie brauchen schon etwas Planung. Aber dafür sind sie supergesund und wirklich köstlich. Ihr könnt selbst entscheiden, wie groß sie werden sollen – ich klappe sie zwar zusammen wie Tacos, mache sie aber etwas größer, damit die Füllung nicht so leicht heraus fällt. Ihr könnt ihnen natürlich auch Wrap-Größe verpassen. Wenn ihr Zeit habt, lasst sie ruhig etwas länger im Ofen trocknen. Sie profitieren definitiv in Sachen Biegsamkeit und Zusammenhalt.

Die Cashew-Creme müsst ihr schon am Vortag ansetzen – das dauert aber nur ein paar Minuten. Falls ihr es vergesst – no big deal. Ihr könnt auch eine schnelle Version aus Cashews und Joghurt mixen. Natürlich geht auch eine gekaufte Variante, z. B. von Soyananda. Oder ihr verwendet einfach Hummus oder einen Lieblingsaufstrich. Nichts ist statisch 🙂 

Blumenkohl-Tacos mit Cashew-Creme

Zutaten für etwa sechs Stück:
  • 1 kleiner Blumenkohl
  • 3 EL Chiasamen und 10 EL Wasser
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • Meersalz – gern Flakes
  • 100 g Apfelmus
  • ca. 60 ml eiskaltes Wasser
  • 1 EL Apfelessig oder Zitronensaft
  • 1 gute Prise Kurkuma
  • 1 TL Hefeflocken – optional
  • Pfeffer
  • 150 g Buchweizenmehl (gern gekeimt, wie das geht lest ihr hier ) – alternativ Quinoa- oder Reismehl. 
  • einen Nussmilchbeutel – alternativ ein Mulltuch 
Für den Belag
  • 1 Portion Cashew-Creme, siehe unten
  • 1 kleiner Rotkohl
  • etwas Meersalz
  • 12 – 15 Cherry-Tomaten
  • etwas frischer Koriander und 1 Avocado (optional)
  • 1 Zitrone
  • eingelegte oder frische Jalapeños
Und so wird´s gemacht:
  1. Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und ein Backblech einfetten. Ihr könnt die Tortillas auch im Dehydrator trocknen, dann fällt dieser Schritt natürlich weg.
  2. Die Chiasamen in eine kleine Schale geben und mit den 10 EL Wasser verrühren.
  3. Den Blumenkohl putzen und in grobe Stücke teilen. Die Stücke in eine Küchenmaschine geben und verarbeiten, bis der Blumenkohl die Konsistenz von grobem Mehl hat. 
  4. Den Blumenkohl aus der Küchenmaschine vorsichtig in einen Nussmilchbeutel umfüllen und dann kräftig und sorgfältig die Flüssigkeit aus der Masse pressen. Je nach Größe des Beutels müsst ihr den Blumenkohl evtl. in zwei Portionen auspressen.
  5. Nun gebt ihr den Blumenkohl in eine Rührschüssel und rührt Chia-Gel und Apfelmus unter. Dann gebt ihr Buchweizenmehl (oder Reismehl), Oregano, Meersalz, Kurkuma, Zitronensaft oder Apfelessig, Pfeffer und Hefeflocken dazu und mischt alles gründlich.
  6. Wenn alles gut gemischt ist, gebt ihr das kalte Wasser dazu und verarbeitet die Masse mit euren Händen zu einem homogenen, klebrigen Teig.
  1. Nun teilt ihr die Masse gleichmäßig auf formt jedes Stück zu einer Kugel. Die Kugeln verteilt ihr auf dem Blech und rollt sie zu Tortillas in Tacogröße aus (ich presse sie einfach mit den Händen flach). Sie dürfen ruhig etwas größer sein als die üblichen Tacos, dann fällt die Füllung nicht so leicht raus.
  2. Jede Tortilla 2, 3 Mal mit einer Gabel anpieken und die Bleche für 20 Minuten in den Ofen schieben. Nach 20 Minuten wendet ihr die Tortillas vorsichtig und backt sie dann noch 10 Minuten weiter.
  3. Am Ende der Backzeit den Ofen abschalten und kurz die Tür öffnen um den Dampf entweichen zu lassen. Nun die Tortillas bei geschlossener Tür noch einmal 30 Minuten trocknen lassen, bis sie goldbraun und biegsam sind. Dabei zwischendurch noch einmal wenden.
  4. Während die Tortillas im Ofen sind, den Rotkohl halbieren und den Strunk heraustrennen. Die äußeren Blätter entfernen. Dann den Rotkohl mit einem großen, scharfen Messer ein möglichst feine Streifen schneiden. Die Streifen danach einmal quer halbieren, damit sie nicht zu lang werden. Die Zitrone in Achtel teilen und den Rotkohl mit etwas Zitronensaft beträufeln und mit Meersalz bestreuen. Dann den Rotkohl mit den Händen leicht kneten, um die Zellwände aufzubrechen.
  5. Die Tomaten waschen, trocknen und je nach Größe und Geschmack halbieren oder vierteln. Das Koriandergrün, sofern verwendet, waschen, trocknen und die Blätter hacken.
  6. Die fertigen Tortillas auf Tellern oder einer Platte verteilen. (Falls ihr nicht alle auf einmal esst, den zweiten Durchgang ruhig noch im Ofen lassen). Mit Cashewcreme bestreichen und den Rotkohl darüber geben. Dann mit Tomaten, Jalapeños und Koriandergrün toppen und mit frischem Pfeffer übermahlen. Habt ihr eine reife Avocado zur Hand, könnt ihr sie würfeln und auf den Toppings verteilen. Zitronenachteln garnieren, so dass jeder nach Geschmack Zitronensaft über seine Füllung pressen kann.
  7. Die Tortillas dann wie Tacos zusammenklappen und abbeißen. Guten Appetit 😎 

Köstliche Cashew-Creme

  • 150 g Cashews
  • 120 ml Brottrunk
  • 1 TL Hefeflocken
  • Meersalz
  • Ein (kleiner) sauberer Glasbehälter
  • ein Mulltuch
  1. Die Cashews (je nach Stärke eures Mixers) 3 – 8 Stunden einweichen lassen.
  2. Den Glasbehälter und den Mixer kurz mit kochend-heißem Wasser ausspülen. Abkühlen lassen.
  3. Die Cashews gut abspülen und mit Brottrunk und Salz in den Mixer geben. Kräftig pürieren, die Masse soll sehr cremig sein. In den Glasbehälter füllen und locker mit einem sauberen Mulltuch oder etwas Folie abdecken. Bei Zimmertemperatur bis zum nächsten Tag stehen lassen.
  4. Am nächsten Tag ein Sieb mit einem Mulltuch auslegen und die Cashew-Creme einfüllen. Etwa 2 – 3 Stunden abtropfen lassen, bis sie dick und cremig ist und mit Hefeflocken und Salz abschmecken.
So geht’s auch:
  • Natürlich könnt ihr auch herkömmliche Tortillas (Tacos) verwenden.
  • Statt der Käsecreme schmeckt auch Hummus lecker auf den Tacos.
  • Statt Rotkohl verwendet ihr einfach Weiß- oder Spitzkohl – oder ihr mischt rot und grün, bzw. weiß
  • Die Zitrone könnt ihr durch Limette ersetzen.
  • Wer eine schnelle Cashew-Creme machen möchte, püriert die 100 g Cashewnüsse mit 150 g Sojajoghurt und schmeckt mit etwas Salz und Zitrone ab. Auch diese Creme könnt ihr bis zur Verwendung in einem mit Mulltuch ausgelegten Sieb abtropfen lassen.

 

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