Hauptgerichte, Vegan

Ananas-BBQ-Pizza

19. Juli 2015

Wir lieben Pizza! Wenn ich abends nicht da bin, ist bei uns „Far og Emily Aften“. Also „Papa und Emily Abend“ Und das bedeutet immer eins: Pizza! Aber nicht nur dann gibt es Pizza, denn ich will schließlich auch ab und zu welche. Wer kann schon ohne Pizza leben? Diese hier ist wirklich zum Niederknien. Pizza mit Ananas erinnert natürlich etwas an die gute alte Pizza Hawaii. Und der haftet ja wiederum so ein Hauch von kulinarischem Banausentum an. Daran ist bei dieser hier aber überhaupt nicht zu denken. Sie bezaubert mit einem süß-scharfen Aromen-Feuerwerk getoppt von frisch-würzigem Koriandergrün. Yum!

        
Claus ist ein ebenso begeisterter Pizza-Bäcker wie Weber-Griller (Ja, er geht sogar einmal im Jahr ins Weber-Camp. Ich weiß… 🙂 ) Warum das Pizza backen Männer ebenso verlockt wie das Kochen auf offenem Feuer ist unklar, aber ich weiß von Freunden, dass es dort ähnlich zugeht. Claus ist da also keine Ausnahme. Was ihm aber anhaftet ist der Ruf, langweilig zu sein, was die den Belag angeht. Während ich gern kreativ werde, hält er sich am liebsten ans Bewährte. So langsam bekomme ich das aber aufgeweicht. Von dieser Pizza war er z. B. hin und weg. Sie ist nun eine von denen, die er richtig gern selbst macht, z. B. um Besuch damit glücklich zu machen. Denn Mann kann ja auch Pizza auf dem Webergrill machen. Die wird so gut, da vermisst keiner die Steaks. 

Daran, dass diese Pizza so lecker ist, ist natürlich auch der Pizzateig nicht ganz unschuldig. Claus hat wirklich Jahre (!) damit verbracht am perfekten Pizzateig zu feilen. Ich gebe zu, mit Erfolg. Auch meine Kursteilnehmer waren von diesem Teig begeistert. Mit der Zeit haben wir auch eine richtig gute glutenfreie Version hinbekommen. Die war beim letzten Familien-Pizzaessen so lecker und knusprig das Emily sie sogar besser fand, als die klassische Version. Die Pizza geht vom Grill oder aus dem Ofen – wenn ihr einen Pizzastein habt, umso besser. Die BBQ Sauce schmeckt natürlich auch zu unzähligen anderen Anlässen. Sie ist leicht scharf, was sehr gut zu dieser Pizza passt. Emily bekommt auf ihre daher Pizzatomaten aus der Dose gewürzt mit etwas Oregano, Salz und Pfeffer.

Inspiriert zu dieser Pizza wurde ich durch ein Rezept von Katie Quinn Davis, aus ihrem wunderbaren Buch „What Katie Ate At The Weekend“.  

Claus‘ Pizzateig

Zutaten für zwei bis drei Pizzen oder ein Blech
  • 400g helles Dinkelmehl
  • 20 g frische Hefe (ein halbes Päckchen)
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • ¼ TL Meersalz
  • 1 EL Olivenöl
  1. Eine Rührschüssel und ein Mixgerät mit Knethaken bereit stellen. Einer Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  2. Den Ofen auf 220 Grad Umluft oder 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  3. Das lauwarme Wasser mit dem Öl in die Rührschüssel geben. Die Hefe dazu bröckeln und dann mit dem Mixgerät nach und nach das Mehl unterarbeiten.
  4. Erst dann das Salz dazugeben.
  5. Wenn der Teig nicht mehr flüssig-klebrig ist und eine festere Konsistenz bekommt – er soll aber auch nicht zu trocken sein – auf die Arbeitsfläche geben und noch 5 Minuten mit den Händen kneten.
  6. Dann zurück in die Schüssel geben und mit einem sauberen Küchentuch abdecken. 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Wir nehmen dazu die Fensterbank über der Heizung und im Sommer das Gewächshaus. Möglich ist es auch den Ofen auf 50 Grad vorzuheizen und dann abzuschalten. Den Teig dann im abgeschalteten Ofen gehen lassen.
  7. Den aufgegangenen Teig auf einer leicht mit Mehl bestäubten Fläche erneut kneten.
  8. Nun zu Pizzen ausrollen. Die Fladen auf das Backpapier auf dem Backblech geben und mit den Händen noch vorsichtig etwas auseinanderziehen. Den Rand dabei leicht erhöhen. Dann die Tomatensauce darauf verteilen.
  9. Nach Gusto belegen und 10 – 12 – evtl. 15 Minuten im heißen Ofen backen. Die Teigränder sollen eine schöne goldbraune Farbe haben. Wird Käse verwendet – auch veganer Käse – gibt man ihn am besten direkt auf die Sauce und verteilt dann erst die Toppings darauf.

Ananas-BBQ-Pizza

Zuaten
Für die BBQ Sauce:
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 TL Pimenton (geräuchertes Paprikapulver) oder Chipotle Tabasco.
  • 1 EL Rohrzucker oder Ahornsirup
  • 1 EL Worcestersauce (ersatzweise dunkle Sojasauce)
  • 2 EL Ananassaft
  • 500 g Passata – passierte Tomaten
Für den Ananas-Belag:
  • 1 kleine Zwiebel, gelb oder rot
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 grüne oder rote Chili – möglichst Jalapeño (sie sollte nicht zu scharf sein. Sonst lieber weniger nehmen)
  • 250 g abgetropfte Ananasstücke aus der Dose, ohne Zuckerzusatz
  • 2 Roma- oder Strauchtomaten 
  • 1 EL Limettensaft
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 Handvoll frisches Koriandergrün
Außerdem:
  • 150 g Cashewrella oder ein anderer (veganer) Mozzarella
  • Optional: 100 g Räuchertofu
  • Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl
Und so wird’s gemacht:
  1. Für die BBQ Sauce Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein hacken. Das Öl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und erst die Zwiebel darin eine Minute anbraten, dann den Knoblauch zugeben und beides noch etwa 2 Minuten leicht braten, bis sie weich geworden sind.
  2. Jetzt die Tomaten, den Zucker oder Ahornsirup, Pimentón oder Tabasco, Ananassaft und die Worcestersauce zugeben und alles 12 – 15 Minuten unter Rühren köcheln lassen bis die Sauce etwa um ein Drittel eingekocht ist. Vom Herd nehmen und beiseite stellen. 
  3. Für den weiteren Belag die Zwiebel abziehen und sehr fein würfeln. Den Knoblauch abziehen und fein hacken.
  4. Die Chilischote waschen, aufschneiden, entkernen und ganz fein würfeln. Dabei möglichst mit Handschuhen arbeiten. Die Tomaten waschen, trocknen und klein würfeln, lose Kernmasse dabei entfernen. Den Koriander waschen, trocken schütteln, grobe Stiele entfernen und die Blätter fein hacken. Eine Handvoll zum Bestreuen beiseite legen und mit einem feuchten Küchentuch abdecken, damit er frisch bleibt. Die Ananas ebenfalls hacken.
  5. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Den Limettensaft zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
  6. Den Mozzarella würfeln. Wenn ihr Räuchertofu verwendet, den Tofu klein würfeln und in Olivenöl bei erst großer und dann mittlerer Hitze in einer Pfanne goldbraun braten.
  7. Den Ofen während der Teig geht auf 220 Grad Umluft oder 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Bleche vorher heraus nehmen und mit Backpapier auslegen – siehe oben.
  8. Den fertig gegangenen Pizzateig nochmals auf einer leicht bemehlten Fläche kurz kneten. Dann zwei sehr große oder drei mittlere Pizzen daraus ausrollen. Die Fladen auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Noch sanft etwas auseinander ziehen und den Rand ganz leicht hochschieben.
  9. Die BBQ Sauce auf den vorbereiteten Teigfladen verteilen. Den Ananas-Belag darauf verteilen und dann mit dem Mozzarella – und falls verwendet, den Räuchertofuwürfeln – belegen und mit Olivenöl beträufeln.
  10. Etwa 12 – 15 Minuten backen, bis die Teigränder eine appetitlich goldbraune Färbung annehmen. Die fertige Pizza großzügig mit schwarzem Pfeffer übermahlen und mit frischem Koriandergrün bestreuen. 
  11. Wer die Pizza auf dem Pizzastein grillen möchte: Den Gasgrill auf voller Hitze (300 Grad) vorheizen.  Den Stein heiß werden lassen. Dann den ausgerollten Teig auf den heißen geben und den Belag drauf verteilen. 10 Minuten bei voller Hitze grillen. Delicious!
So geht’s auch:
  • Tabasco statt frischer Chili verwenden.
  • Eine rauchige Gewürzmischung für die BBQ Sauce verwenden, wie den „Spanish Rub“ von NoMU, die Cowboy-Würze von Jamie Oliver (enthält Weizen) oder das „Mapuche Feuer“ von Herbaria.
  • Fertige BBQ Sauce verwenden.
  • Die fertige Pizza statt nur mit Koriander, mit einer Mischung aus Koriander und Minze bestreuen.
  • Falls ihr die Mozzarella-Creme verwendet, einfach Kleckse davon auf der Pizza verteilen. 

Beim nächsten Mal könnt ihr eine Thai-Pizza daraus machen:

Dazu statt einer BBQ Sauce eine Thai-Tomatensauce machen, indem ihr statt Pimentón rote Currypaste vewendet. Auf Worcestersauce könnt ihr dann verzichten. Dafür könnt ihr – das ist aber kein Muss – mit dunkler Sojasauce abschmecken. Die Hälfte des Koriandergrüns für den Ananasbelag und zum Bestreuen könnt ihr dann durch Thai-Basilikum ersetzen. Aber auch mit Koriandergrün pur wird es super. Der Rest bleibt gleich.

 

 

Das könnte Dir auch gefallen

1 Kommentar

  • Reply Corinna 10. September 2015 at 9:51

    Sehr lecker sieht das aus…

  • Schreib etwas!
    Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!