Getränke, Glutenfrei, Vegan

Grüne Power-Smoothies

24. Januar 2016

Hier kommen drei unserer liebsten grünen Smoothies. Wer auch regelmäßig Smoothies trinkt, dem geht es sicher ähnlich wie mir – meist hält man sich nicht an Rezepte, sondern wirft in den Mixer, was da und frisch ist. Sind die frischen Zutaten drin, schaue ich in Kühlschrank und Küchenschrank nach Ergänzungen, die zum Gemüse und Obst passen. Getrocknete Gojibeeen, Chia, Hanfsamen, Omegaöl, Gerstengras, Moringa-Pulver andere Superfood-Pulver und natürlich frischer Ingwer und Kurkuma, die sind fast immer mit von der Partie.

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Falls ihr noch keine Smoothies probiert habt, möchte ich euch ans Herz legen, mal für eine Woche euer Frühstück durch einen grünen Smoothie zu ersetzen. Möchtet ihr abnehmen, könnt ihr auch für einige Wochen einen Tag pro Woche nur von Smoothies leben. Probiert es aus! 😉 

Erfinderin des grünen Smoothies ist Victoria Boutenko, die damit ihrer von Krankheiten arg gebeutelten Familie helfen konnte und erstaunliche Erfolge erzielte. Sie gilt als Pionierin auf diesem Gebiet und hat auch sehr interessante Bücher zum Thema verfasst. Hier findet ihr interessanten Lesestoff. Der grüne Basis-Smoothie besteht nur aus Wasser, grünem Blattgemüse und Obst. Anfangs könnt ihr je zur Hälfte Obst und Gemüse verwenden, später sollte der Obstanteil gegenüber dem Gemüse nicht mehr als 30 % betragen. Im therapeutischen Bereich wird oft darauf geachtet, dass auch nur die  „erlaubten“ Zutaten im Smoothie landen.

Geht es euch einfach um ein gesundes Frühstück, müsst ihr den Smoothie nicht so reduziert halten. Es dürfen auch z. B. Avocados, Mandelmus, Reismilch, Nüsse, Hanfsamen, Gewürze und Superfood-Pulver in den Mixer wandern. Und auch andere Gemüseteile, wie Brokkoli oder Karotten (also die Blüten und Wurzeln, die bei Boutenko nicht erlaubt sind). Wer Kuchen zum Frühstück mag, probiert den leckeren Karotten-Kuchen-Smoothie.

Ans Herz legen möchte ich euch aber einen guten Mixer. Ich selber verwende den Vitamix.  Es ist einfach ein Vergnügen, wie so ein Gerät Nüsse, Gemüse, Kerne, Kichererbsen, ja praktisch alles, in einen cremigen Traum verwandelt.  Aber es gibt auch andere gute Geräte wie Ultratec oder Blendtec. Recherchiert mal in Internet und lest euch die Kundenbewertungen zu den einzelnen Fabrikaten durch.

Ich mache zwei Sorten von grünen Smoothies. Die leichten, wasserbasierten (mit Wasser oder Kokoswasser). Und die gehaltvolleren, milchigen, mit Nüssen, Mandeln und Samen. Wobei grüne Smoothies nicht immer grasgrün sind. Manchmal sind Zutaten drin, die so kräftige Farben haben, dass sie den grünen Smoothie in einen lila Smoothie (Blaubeeren, Acai, Rote Bete) oder in einen blauen (Spirulina) verwandeln. Erdbeeren z. B. zaubern ein wenig appetitliches Schlammbraun, über das der Geschmack aber glücklicherweise hinweg tröstet.

Falls euch meine Smoothies nicht süß genug sind – ich verwende oft weniger Datteln oder andere Süßungsmittel als in vielen Smoothie-Rezepten angegeben – fügt einfach so viele Datteln oder etwas Ahornsirup zu, bis sie für euch „richtig“ schmecken. Alle Smoothies sind für 2 – 3 Gläser berechnet, je nachdem wie groß sie sind. Je nachdem ob ihr euren Smoothie lieber dünn- oder dickflüssiger mögt, fügt ihr einfach mehr oder weniger Flüssigkeit zu.

„Kale-Ba“ Grünkohl-Bananen-Smoothie

Gibt es eigentlich noch Kiba? Jetzt gibt es jedenfalls Kale-Ba. Emily trinkt glücklicherweise die meisten Smoothies, aber manchmal ist sie von meinen Kombinationen auch nicht so begeistert. Wenn ich besonders großzügig mit herben Zutaten wie Moringa oder Gerstengras war, z. B. Die Lösung: Zuerst kommt ein Schuss Saft ins Glas. Den toppen wir dann mit dem Smoothie und sie kann das Ganze mit dem Strohhalm nach Lust und Laune verrühren. Zurzeit liebt sie Bananensaft. So entstand dann eines Morgens der „Kale-Ba“.

  • 1 große Handvoll frische Grünkohlblätter, ohne Stiele
  • 1 Tasse Mangowürfel (frisch oder TK)
  • 1/2 cm Kurkuma (frisch)
  • 1/2 cm Ingwer (frisch)
  • 1 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 2 EL Gojibeeren (optional)
  • 1 kleiner Apfel
  • Wasser oder Kokoswasser
  • 300 – 400 ml Bananensaft
  1. Ingwer und Kurkuma waschen, sind sie Bio, kann die Schale dran bleiben. Die vom Ingwer entferne ich jedoch meist trotzdem, zumindest da, wo sie nicht ganz dünn und glatt ist.
  2. Den Apfel entkernen und in grobe Stücke schneiden.
  3. Den Grünkohl ebenfalls in große Stücke zupfen.
  4. Alle Zutaten in den Mixer geben und mit Wasser oder Kokoswasser auffüllen, so dass der Wasserpegel etwas über den festen Zutaten ist.
  5. Alles erst langsam, dann schnell zu einem glatten, cremigen Smoothie mixen. Er soll von der Konsistenz her etwa mitteldick sein, nicht zu wässerig und nicht zu fest.
  6. Den Bananensaft auf zwei bis drei Gläser verteilen – je nachdem wie groß eure Gläser sind – und mit dem Smoothie auffüllen. Strohhalm einstecken und genießen.

Wenn ihr nicht mit Bananensaft mixt, könnt ihr den Smoothie mit 1 – 2 Datteln süßen (je nach Größe).

Blueberry Love

Dieser herrliche lila Smoothie ist so köstlich! Hier trägt der Grünkohl Tarnfarbe. Für so manchen kleinen oder großen Grünzeug-Verweigerer sicher eine gute Sache 😉 Die Banane macht ihn cremig, süß und lecker, Kokoswasser und Moringa sorgen für Mineralien-Power und Chia dafür, dass er satt macht. Wer Blaubeeren mag, wird diesen Smoothie lieben. So wie wir.

  • 1 große Handvoll Grünkohl (ohne Stiele)
  • 1 Banane
  • 1 Kaffeetasse gefrorene (oder im Sommer frische) Blaubeeren
  • 1 EL Chiasamen
  • 1 TL Moringapulver (evtl. erst einmal mit 1/2 TL beginnen) oder Gerstengraspulver
  • je 1/2 cm Ingwer und Kurkuma (frisch)
  • Kokoswasser zum Auffüllen
  • Optional: 1 – 2 Datteln (falls euch der Smoothie nur mit der Banane nicht süß genug ist)
  1. Ingwer und Kurkuma gründlich waschen, evtl. dünn schälen. Sie können, sofern sie Bio sind, auch mit Schale in den Mixer wandern.
  2. Den Grünkohl grob zerpflücken, die Banane schälen und in Stücke schneiden.
  3. Die Datteln, sofern verwendet, entkernen und evtl. einmal teilen.
  4. Alle Zutaten bis auf die Chiasamen und das Moringapulver in den Mixer geben. Mit Kokoswasser so weit auffüllen, dass der „Wasserstand“ bis kurz über die Zutaten reicht. Jetzt Chia und Moringa zugeben und alles zu einem cremigen Smoothie mixen.
  5. Möglichst sofort genießen.

Dieser Smoothie schmeckt auch mit Hanfmilch. Statt Kokoswasser mit normalem Wasser plus 3 EL Hanfsamen mixen. Alternativ geht auch Mandel- oder Reismilch.

Grünes Powerfrühstück mit Avocado & Chia

Genau das richtige Frühstück für Supergirls (und Supermänner natürlich). Die Avocado liefert gesunde Fette für schöne Haut, die Banane versorgt uns mit Magnesium und der Grünkohl u. a. mit einer geballten Ladung Antioxidantien. Auch hier sorgen die Chiasamen für bessere Sättigung und zusammen mit den Hanfsamen für eine Extra-Portion Omega 3-Fettsäuren. Ingwer und Kurkuma sind als Immun-Booster und Entzündungshemmer natürlich auch mit von der Partie.

  • 1 große Handvoll Grünkohl (oder Schwarzkohl) ohne Stiele und Blattrippen
  • 1 Banane
  • je 1/2 cm Ingwer und Kurkuma
  • 3 EL Hanfsamen
  • 2 EL Chiasamen
  • 1/2 reife Avocado
  • Wasser, Kokoswasser, Reis- oder Mandelmilch
  1. Ingwer und Kurkuma dünn schälen oder sehr gründlich waschen (sofern Bio).
  2. Die Banane schälen und in große Stücke schneiden.
  3. Den Grünkohl zerpflücken.
  4. Die Avocado schälen und in grobe Stücke teilen.
  5. Ingwer, Kurkuma, Banane, Grünkohl und Avocado in den Mixer geben und mit Mandelmilch oder Wasser auffüllen (der Pegel soll etwas über den festen Zutaten sein).
  6. Chia- und Hanfsamen zufügen und alles cremig mixen. Nach Geschmack mehr Flüssigkeit zugeben.
  7. Auf Gläser verteilen und möglichst sofort genießen.

Ich füge zu den meisten Smoothies etwas frisch gepressten Limetten- oder Zitronensaft zu. Aber ich mag es auch lieber sauer als süß. Wenn es euch auch so geht, macht es wie ich. Für einen Extra-Schuss Vitamine.

 

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