Glutenfrei, Süßes, Vegan

Rhabarber-Crumble mit Vanille-Streuseln

11. Mai 2016

Ich bin keine große Bäckerin und mag überhaupt lieber Herzhaftes als Süßes. Aber ein Crumble geht immer. Ich mag daran, dass es so lecker ist wie ein Streuselkuchen, aber ohne den Boden (und damit der Extraportion Mehl und Zucker) auskommt und das jede Art von Früchten entweder pur oder in tausendundeiner Kombination damit blitzschnell zu einem köstlichen Dessert, Frühstück (unbedingt!) und natürlich in eine nachmittägliche Kaffeepausenbegleitung verwandelt werden kann.

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Man kann es spontan machen, das ganze Haus duftet zum Niederknien und niemand muss warten bis es abgekühlt ist, sondern man kann sich sofort darüber hermachen. Was will man mehr?

Und überhaupt- was wäre der Frühling ohne Rhabarber? Wir haben im Garten einen Riesenbusch, mit Blättern die in Null Komma Nichts so groß waren wie Elefantenohren auf unzähligen dieser genialen knackigen rot-grünen Stangen in allen Größen und Durchmessern. Es gab so oft Crumble, dass Emily sich fast schon daran gewöhnt hat und nicht mehr in Jubel ausbrach, wenn wieder eins auf dem Küchentresen stand. Und das soll wirklich etwas heißen, denn wenn jemand Crumbles über alles liebt, dann sie. Abgelehnt hat sie bisher trotzdem keine Portion 🙂 

Rhabarber-Crumble mit Vanille-Streuseln

Für eine große Ofenform brauchst Du:
  • ca. 12 Stangen Rhabarber – je nach Größe
  • 5 EL Kokoszucker oder Rohrohrzucker
  • 1 TL Hafermehl oder Buchweizenmehl (alternativ Dinkelmehl, dann nicht glutenfrei) 

Für die Streusel:

  • Abgeriebene Schale von ½ Biozitrone
  • 140 g Hafermehl (alternativ helles Dinkelmehl, dann sind die Streusel nicht glutenfrei)
  • 40 g gemahlene Mandeln
  • 120 g natives Kokosöl (wer Margarine oder Butter isst, kann auch das verwenden, mit Butter ist es natürlich nicht vegan)
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanille
  • 1 TL Kurkuma (der ist optional)
  • 120 g Kokoszucker oder Rohrzucker
Und so wird’s gemacht:
  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Die Rhabarberstangen kappen, waschen, trocknen und putzen (grobe Schale abziehen) und dann in Scheiben schneiden. Diese wiederum halbieren oder auch vierteln – je nach Größe der Stangen – so, dass kleinere Würfel entstehen.
  3. Eine flache Ofenform leicht fetten und den Rhabarber hinein geben. Gut mit dem Zucker und 1 TL Mehl mischen.
  4. Das Obst jetzt 20 Minuten backen.
  5. Währenddessen in einer Rührschüssel Mehl, Zitrone, Zucker, Vanille, Kurkuma und Mandeln mischen. Das Kokosöl auf kleiner Flamme schmelzen und schnell aber gründlich unterkneten. Verwendest Du Margarine , verteilst Du sie in Flöckchen auf dem Mehl und arbeitest sie dann schnell aber sorgfältig unter. Evtl. musst Du etwas mehr Fett verwenden – die Streusel sollen bröselig aber nicht zu trocken sein.
  6. Die Form aus dem Ofen holen und die Streusel darauf verteilen.
  7. Wieder in den Ofen stellen und noch einmal 35 Minuten backen, bis die Streusel gebräunt und knusprig sind. Das duftet so lecker!
  8. Am besten lauwarm servieren 🙂 
So geht’s auch:
  • Ersetze einen Teil des Rhabarbers durch andere Früchte. Toll schmecken Himbeeren, Bananen, Erdbeeren und Äpfel sowieso.
  • Wenn Du eine süße Gewürzmischungen im Schrank stehen hast, wie Keksgewürz (gibt es z. B. von Herbaria), kannst Du die Streusel damit würzen. So kommen immer wieder neue, leckere Aromen heraus.
  • Noch besser schmeckt das Crumble, wenn Du es mit Vanillesauce oder Vanille-Joghurt servierst.
  • Das Rezept reicht für eine große Form und ergibt reichlich Streusel. Wenn Du es nicht so üppig magst, kannst Du die Menge etwas reduzieren.
  • Statt Mandeln machen sich auch Haferflocken in der „Decke“ gut. Dann wird es nicht ganz so „streuselig“, aber auch sehr lecker und knusprig.
  • Hafermehl gibt es hier in Dänemark in jedem Supermarkt zu kaufen. Falls Du es in Deutschland nicht bekommst, kannst Du einfach Haferflocken mahlen oder Du verwendest ein anderes Mehl (Buchweizen, Dinkel…)

 

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