Brot & Co, Brunch, Glutenfrei, Süßes, Vegan

Emilys Banana Bread

11. März 2016

Dieses herrliche Bananenbrot gehört zu meinen liebsten Rezepten. Ich mache es mit den Teilnehmern in meinem karibischen Kochkurs und auch bei uns zuhause lieben es alle, deshalb backen wir es oft. Es enthält keinen raffinierten Zucker, ist glutenfrei und proteinreich und schmeckt fantastisch zum Frühstück, zusammen mit einem leckeren Cappuccino. Durch Nüsse und Chiasamen macht es gut satt und versorgt uns mit reichlich Energie für einen tollen Tag. Aber auch als Snack, zum Kaffee oder als Dessert ist es ein Genuss. Und Kinder mögen es auch 🙂 

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Bananenbrot, bzw. Banana Bread, ist ein Standardgericht in Cafés in Australien, den USA und der Karibik. Als ich mit dem Rucksack in Belize unterwegs war, wohnten wir eine Zeitlang auf einer winzigen Insel namens Cay Caulker. Hier gab es ein kleines Café in einem Holzhaus, das zum Frühstück die leckersten Pancakes mit Ahornsirup und frischen Früchten und ofenwarmes Bananenbrot servierte. Dazu gab es den besten Kaffee der Insel und man konnte die Füße in den Sand stecken und den Reggaesongs im Hintergrund lauschen. An diese Insel denke ich so gern zurück. Ich glaube ich habe in der ganzen Zeit auf Cay Caulker kein einziges Mal Schuhe angehabt. Es gab keine Straßen, keine Autos, aber ein tolles Riff direkt vor der Tür. Ich erinnere mich auch an eine ebenso talentierte wie resolute Frisörin deren Salon aus einem Stuhl im Vorgarten bestand und großen Echsen, die mitten auf der Straße ein Sonnenbad nahmen. Unsere ersten Vermieter hatten ein Grundstück direkt am Wasser und den Garten voller Kokospalmen. Dazwischen waren mehrere Hängematten gespannt. Abends konnte man auf der Holzveranda sitzen und den Sonnenuntergang beobachten. Unser Vermieter brachte uns dazu frisches Kokoswasser aus dem eigenen Garten und statt Bananenbrot gab es hier frisch gebackenes Coconut Bread zum Frühstück. Das ist Leben, oder?

Mein Bananenbrot unterscheidet sich etwas vom Original. Ihr könnt aber auch eine einfache Version ohne Mandeln und Nüsse und mit Dinkelmehl backen. Dann ist es natürlich nicht mehr glutenfrei. Aber immer noch köstlich.

Emily’s Banana Bread

Für ein „Banana Bread“ braucht ihr:
  • 350 g gutes glutenfreies Mehl (z. B. Buchweizen, Hafer, Reis-Vollkorn oder eine Mischung daraus. Gut geht auch die 4-Korn-Backmischung von Wertz)
  • 60 g Mandeln
  • 2 TL Backpulver (gern Weinstein)
  • 1 TL Natron
  • 80 g Rohrohrzucker oder Kokoszucker
  • 40 g (goldener) gemahlener Leinsamen
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Gewürzmischung z. B. für Lebkuchen, Kürbiskuchen oder Spekulatius. Alternativ je eine gute Prise Ingwer, Kardamom und Muskat
  • ½ TL Meersalz
  • 50 g Walnüsse
  • 30 g Chiasamen
  • 80 ml pflanzliche Milch (plus 8 EL extra)
  • 3 große sehr reife Bananen, plus eine extra
  • 130 ml Wasser
  • 80 ml Ahornsirup
  • 60 g Kokosöl plus etwas für die Form
  • 2 TL Vanille-Extrakt oder Bourbon Vanille Pulver
Und so wird’s gemacht:
  1. Eine große Rührschüssel für die trockenen Zutaten bereit stellen.
  2. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  3. Mehl, Leinsamen, Zucker, Vanillepulver, Gewürze, Salz, Backpulver und Natron in die Rührschüssel geben.
  4. Die Mandeln in einer Küchenmaschine zu einem groben Mehl mahlen und dazu geben. Dann die Walnüsse in der Küchenmaschine kurz grob mahlen und ebenfalls zufügen.
  5. Alles gut mischen.
  6. In einer anderen Schüssel die drei Bananen gut zerdrücken. Die vierte schälen und längs halbieren.
  7. Die Chiasamen mit den 8 EL Pflanzenmilch verrühren und einige Minuten quellen lassen. Sollte die Masse zu fest werden, noch etwas von der restlichen Pflanzenmilch unterrühren um ein Chia-Gel zu erhalten. Da es schnell nachdickt, am besten direkt, bevor die Chiamasse zum Teig gegeben wird, noch etwas Pflanzenmilch einarbeiten, damit sie nicht zu fest ist, wenn sie in den Teig kommt und gut untergemischt werden kann.
  8. Das Kokosöl auf kleiner Flamme erwärmen und flüssig werden lassen.
  9. Bananen, Milch, Chia-Gel, Ahornsirup, Kokosöl und Wasser zufügen und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Er soll weder zu fest, noch zu flüssig sein. Evtl. etwas mehr Wasser zugeben.
  10. Eine Brownie- oder Kastenform leicht ölen und den Teig hineinlöffeln. Die Oberfläche etwas glätten und die geschälten Bananenhälften darauf legen.
  11. Im vorgeheizten Ofen ca. 35 – 45 Minuten backen (je nachdem, welche Form verwendet wird). Unbedingt die Stäbchenprobe machen – ein Holzstäbchen in die dickste Stelle stechen. Wenn es trocken heraus kommt, ist das Bananenbrot gar.
  12. Etwas abkühlen lassen und in Scheiben oder Stücke schneiden
  13. Schmeckt – wie gesagt – toll zum Frühstück mit einem Cappuccino.

Genießt es 😎 

P.S. Dieses Brot basiert auf einem Rezept aus Kenko Kitchen.

 

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1 Kommentar

  • Reply Corinna 11. März 2016 at 16:12

    Ja, die Insel hört sich wirklich an wie das Paradies.
    Das Bananenbrot ist wirklich toll. Ich durfte es ja schon bei dem schönen Karibik-Kochkurs
    kosten.

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