Brot & Co, Brunch, Vegan

Dänische Grovboller

29. Juni 2016

Grovboller lässt sich wohl am besten mit „rustikale Brötchen“ übersetzen. Diese schönen kleinen Brötchen sind schnell gebacken – allerdings muss der Teig etwas gehen, nämlich über Nacht. Hier in Dänemark heißen sie auch Frokostboller (also Mittagsbrötchen) oder Klattboller, weil man sie ohne zu Kneten mit dem Löffel aufs Backblech setzen kann. Und alle kleinen und großen Leute lieben sie. Es gibt hier fertige Mischungen zu kaufen, aber selbst gemacht schmecken sie doch am besten. Und genauso schnell geht es auch.

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Das „kalt gehen“ ist typisch für ihre Zubereitung. Man rührt sie abends schnell zusammen und stellt sie über Nacht einfach in den Kühlschrank. Morgens werden sie dann auf dem Backblech verteilt und ab in den Ofen – und keine halbe Stunde später hat man leckere, frische, warme Brötchen voller Geschmack.

„Grovboller“ sind sehr variabel. Sie enthalten eine bestimmte Menge Mehl, Flocken und Körner, aber welche, das entscheidet der Bäcker (oder die Bäckerin 🙂 ). Entsprechend viele Variationen gibt es. Das Rezept ist nur eine Richtlinie. Nehmt die Flocken, die ihr habt oder mögt (Quinoa, Hirse, Roggen, Dinkel, Hafer….), das Mehl, das euch am besten schmeckt oder das gerade im Küchenschrank steht (Dinkel, Kamut, Roggen, Hafer…) und gebt nach Lust und Laune ein, zwei Hände Kerne, Körner, Nüsse oder Samen dazu. Die können aber auch wegfallen. Ihr könnt etwas weniger Mehl und dafür mehr Flocken verwenden, dann werden die Brötchen noch etwas „gröber“. Ich mag das sehr gern. Der Mehlanteil sollte jedoch nicht unter 600 g betragen. Den Wasseranteil passt ihr einfach entsprechend an. Bei Vollkornmehl und mehr Flocken benötigt ihr etwas mehr Wasser als bei hellem Mehl.

Also holt die Rührschüsseln raus und los geht’s! Natürlich könnt ihr auch morgens rühren und abends backen!

Dänische Grovboller

Für einen großen Brotkorb voller frischer Brötchen braucht ihr:
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 300 g helles Dinkelmehl (Typ 630) oder Kamutmehl
  • 500 g Dinkelvollkornmehl oder Dinkelmehl Typ 1050
  • 150 g Haferflocken, Roggenflocken oder Hirseflocken
  • ca. 50 g Nüsse, Kerne oder Saaten – optional
  • 1 TL Meersalz
  • 1 Prise Rohrzucker (optional)
  • Gut 500 ml kaltes Wasser – evtl. etwas mehr
Und so wird’s gemacht:
  1. Am Abend nehmt ihr euch eine große Rührschüssel und verrührt darin 500 ml Wasser mit der Hefe und dem Zucker. Dann kippt ihr Mehl, Flocken, Salz und falls verwendet die Samen und Kerne dazu und verrührt das Ganze zu einem fest-klebrigen Teig. Evtl. müsst ihr mit etwas mehr Wasser zugeben. Der Teig soll weder zu trocken noch zu flüssig werden. Sollte er doch etwas zu flüssig geraten, gebt ihr einfach noch einige Haferflocken (oder die von euch verwendeten Flocken zu und arbeitet sie unter).
  2. Nun stellt ihr die Schüssel abgedeckt (dazu reicht ein sauberes Geschirrtuch) in den Kühlschrank und lasst sie dort bis zum nächsten Morgen.
  3. Am Morgen dreht ihr den Ofen bei Umluft auf maximale Wärme. Legt ein Backblech mit Backpapier aus und setzt mit einem großen, möglichst runden Löffel Teigklumpen nebeneinander auf das Papier. Falls sie zu unregelmäßig geraten, könnt ihr sie etwas abrunden und glätten. Die Rohlinge dann mit Wasser bestreichen.
  4. Jetzt schaltet ihr die Temperatur auf 225 Grad herunter und schiebt das Blech in den heißen Ofen. Nach 15 Minuten sind die Brötchen fertig.
  5. Etwas abkühlen lassen und genießen! 🙂 

 

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