Brot & Co, Glutenfrei, Snacks, Vegan

Gesunde, meergrüne Cracker

17. März 2016

Diese Cracker sind blitzschnell gemacht und die perfekte Alternative zum täglichen Brot oder Brötchen. Ich esse ja seit Anfang des Jahres wieder mal glutenfrei und da ich ein Brotjunkie bin, komme ich immer wieder in die Situation, dass der TK-Schrank leer ist bevor ich wieder zum Brot backen gekommen bin.

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Glutenfreies Brot zu kaufen, kommt für mich nur in absoluten Ausnahmefällen infrage, denn das, was hierzulande so in den Regalen liegt – selbst im Bioladen – deckt sich nicht mit meiner Vorstellung von gesunder & natürlicher Ernährung. Zu viel Stärke, dazu Zeugs wie Glukosesirup oder Weizensirup – nein danke, das könnt ihr behalten.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach gesund, lecker und glutenfrei zu backen, wenn man sich erst einmal eine Zeitlang damit beschäftigt hat. Ich frage mich immer – weshalb ist es für die professionellen Bäckereien, die glutenfreies Brot an die Supermärkte und Bioläden verkaufen, so schwer ein Brot hinzubekommen das nicht entweder saftig und voller ungesunder Zutaten steckt oder gesünder aber dafür trocken und hart wie eine Schuhsohle ist? Wir hier draußen in unseren privaten Küchen können das doch auch?

Aber zurück zu den Crackern – meinen Rettern in der Not. Sie sind ganz schnell fertig und können nach Lust und Laune mit Dips serviert oder belegt werden. Ihr könnt natürlich auch Knäckebrot daraus schneiden. Die Konsistenz der Cracker beeinflusst ihr selbst. Je dünner, desto knuspriger werden sie. Rollt ihr den Teig etwas dicker aus, bekommen sie eine brotähnlichere Konsistenz.

Ich habe sie mit einer extra Dosis „Superfoods“ versehen, damit sie protein- und nährstoffreicher werden. Natürlich könnt ihr sie auch ohne Kurkuma und Algen backen. Auch die Hanfsamen können wegfallen, wenn ihr keine zur Hand habt. Dafür könnt ihr z. B. Sesamsamen oder etwas mehr Chia verwenden.

Bewaffnet euch mit eurem Lieblings-Kaffeebecher (der auf dem „I hate Mondays“ oder „die beste Mama der Welt“ steht“), Backpapier, Küchenmaschine, Nudelholz – und los geht’s.

 Gesunde, meergrüne Cracker

Für ein Blech (ergibt ca. 20 Cracker, je nach Größe) brauchst Du:
  • 1 großer Becher (Kaffeebecher) gekeimter Buchweizen oder gekaufte Buchweizenkörner. 
  • 3/4 Kaffeebecher Haselnüsse und Kürbiskerne (gemischt, eher mehr Kerne als Nüsse)
  • 1 TL Algenflocken
  • je 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer und Kurkuma
  • 2 EL Hanfsamen
  • 1 EL Chiasamen
  • 1 kräftige Prise Meersalz
  • ca. 130 ml Wasser (evtl. etwas mehr)
Und so wird’s gemacht:
  1. Den Ofen auf 180° Grad vorheizen. 160° Umluft geht sicher auch.
  2. Die Buchweizenkörner in der Küchenmaschine zu Mehl mahlen. In eine Rührschüssel umfüllen.
  3. Nun die Nüsse und Kürbiskerne in die Küchenmaschine geben und ebenfalls zu einem (noch etwas groben) Mehl mahlen. Zum Buchweizenmehl in die Schüssel geben.
  4. Hanfsamen, Chiasamen, Algen, Kurkuma, Salz und Pfeffer gut untermischen.
  5. Nun das Wasser zufügen und alles zu einer homogenen Masse verarbeiten und für 20 Minuten zur Seite stellen. Evtl. braucht ihr etwas mehr Wasser.
  6. Ein Backblech mit einem Stück Backpapier auslegen. Ein zweites Stück Backpapier und ein Nudelholz bereit legen.
  7. Die Masse noch einmal kneten, und ggf. noch etwas Wasser zufügen, damit sie gut formbar wird.
  8. Nun den Crackerteig auf das Backpapier auf dem Blech geben und von der Mitte her etwas nach außen flach drücken. Das zweite Backpapier darauf legen und mit einem Nudelholz den Teig zwischen den beiden Papieren nun sehr flach ausrollen.
  9. Das obere Papier abziehen und mit einem Messer die Crackerformen in die Teigplatte schneiden. Das können große oder kleine Rechtecke, Quadrate oder auch Dreiecke sein. 
  10. Die Cracker im heißen Ofen 30 Minuten backen und danach abkühlen lassen.
  11. An den Einschnitten auseinander brechen und frisch genießen oder in einer luftdichten Dose oder einem Glas aufbewahren.
  12. Ich mag sie besonders gern mit Hummus. 😎 
So geht’s auch:

Mit Hefeflocken, Paprika, geräuchertem Paprika, Oregano oder einer Kräutermischung könnt ihr den Geschmack variieren. Mediterran werden die Cracker z. B. mit 1 EL italienischen Kräutern oder Oregano plus 1 EL Hefeflocken in der Mischung. Die Algen dürfen trotzdem rein, sie vertragen sich gut mit dem mediterranen Aroma. In diese Version passen auch gehackte schwarze Oliven.

Natürlich könnt ihr auch Rohkost-Cracker daraus machen. Sie sollten dann im Backofen bei 40° Grad und leicht geöffneter Tür (einen Kochlöffelstil dazwischen klemmen) etwa 8 – 10 Stunden trocknen. Im Dehydrator trocknet ihr sie etwa 6 Stunden auf der Folie und dann noch einmal 3 – 4 Stunden auf dem Gitter, bzw. bis sie so knusprig sind, wie ihr sie gern hättet.

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