Basics, Vegan

Cashew-„Ziegen“Käse

2. Mai 2015

Dieser Käse wird nicht fermentiert, geht also relativ schnell und vor allem ist er einfach zu machen. Ein toller Ersatz für Ziegenkäse oder Frischkäse.

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Ich mag Ziegenkäse. Sehr selten kaufe ich auch mal welchen. Aber letztlich gehört Käse nicht in unsere Küche und ich vertrage ihn auch nicht sonderlich gut. Käse hat für mich Suchtpotenzial, einmal angefangen, kann ich, schlecht wieder aufhören. Bei diesem hier aus Cashewnüssen ist das glücklicherweise anders. Er ist einfach in jeder Hinsicht die bessere Wahl. Und ein wirklich würdiger Ersatz für Ziegenfrischkäse oder Ziegenrolle. Da er natürlich nicht nach Ziege schmeckt, ersetzt er auch jeden anderen Frischkäse. Probiert ihn mal auf Crackern, Nussbrot oder Baguette. So lecker! Wenn wir Gäste haben, serviere ich ihn gern zum Welcome-Drink, auf Baguette getoppt von einer gerösteten Kirschtomate. 

Cashew-Ziegen-Käse

Für zwei bis drei Käse – je nach Größe:
  • 120 g Cashewkerne, 2 – 3 Stunden eingeweicht
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 80 ml Wasser
  • 1 EL weiches Kokosöl
  • 1 EL Hefeflocken
  • 1 TL Zwiebelpulver, wenn ihr welches habt, sonst lasst es weg
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 Prise Meersalz
Außerdem
  • Rotes oder grünes Pesto, Pfefferkörner, Schnittlauch und getrocknete Kräuter und evtl. Blüten nach Wahl
  • Frischhaltefolie
  • Zwei oder drei kleine Glasschälchen 
  • Einen guten Mixer (ich verwende den Vitamix)
Und so wird’s gemacht:
  1. Die Glasschälchen mit Folie auslegen und die Folie dabei möglichst gut festspannen.
  2. Die Cashewkerne abgießen und mit frischem Wasser abspülen. In den Mixer geben.
  3. Sollte das Kokosöl zu fest sein, könnt ihr es in einer kleinen Kasserolle auf dem Herd schmelzen lassen. Dann etwas mehr verwenden, da einiges im Topf zurück bleibt.
  4. Alle Zutaten für den Käse in den Mixer zu den Cashews geben und zu einer homogenen Masse mixen. Die Masse soll richtig schön glatt und cremig sein. Dazu ist ein guter Mixer wirklich Gold wert.
  5. Die Hälfte der Mischung in die ausgelegten Förmchen geben und glatt streichen. Pesto darauf streichen und mit dem Rest der Käsemasse abdecken.
  6. Die überschüssige Folie locker darüber klappen und in den Kühlschrank stellen.
  7. Zum Servieren eine Platte oder einen Teller leicht mit Olivenöl bestreichen.
  8. Die Pfefferkörner in einem Mixer grob zerstoßen.
  9. Die Käse vorsichtig auf die Platte oder den Teller stürzen und die Folie abziehen.
  10. Die Käse mit Olivenöl beträufeln und mit dem zerstoßenen Pfeffer und getrockneten Kräutern bestreuen.
  11. Alternativ könnt ihr die Käse mit Schnittlauch, Blütenmix (gibt es z. B. von Herbaria) und anderen Kräuter- und Gewürzmischungen bestreuen.
  12. Ihr könnt die Käsemasse statt sie mit Pesto in Gläser zu schichten auch fest als Rolle in Frischhaltefolie wickeln und dann nach dem Festwerden im Kühlschrank die Rolle in Pfeffer oder Schnittlauch wälzen (wie oben auf dem Bild).   
So geht’s auch:

Natürlich könnt ihr nach Lust und Laune fein gehackte frische Kräuter und Knoblauch direkt unter den Käse heben. Schnittlauch, Basilikum, Estragon oder Dill passen sehr gut.  

Wer die Cashews mal über hat oder nicht verträgt, kann auch auf Mandeln, Paranüsse oder Macadamias ausweichen.

Kultivierter Cashew-Käse

Cashewkäse kann auch ganz einfach kultiviert werden. Dazu rührt ihr mit einem nicht-metallischen Löffel den Inhalt einer halben Probiotika-Kapsel unter die fertige Käse-Masse, gebt sie in ein steriles Glasgefäß und deckt sie mit einem Mulltuch ab, das ihr mit einem Gummiband befestigt. Der Käse darf nun bis zum nächsten Tag reifen. Immer wieder mal probieren (aber daran denken, beim Entnehmen keinen Metall-Löffel zu verwenden. Er soll angenehm säuerlich schmecken. So nach 24 Stunden ist er meist gut. Nun kann er in eine Form gepresst und in Kräutern und/oder Gewürzen gerollt werden. Im Kühlschrank aufbewahren.

Fermentiert schmeckt der Cashewkäse noch echter, da durch das Kultivieren eine eine leicht säuerliche Note wie bei echtem Frischkäse entsteht. In der schnellen Version verwenden wir dafür Zitrone oder Essig. Ich verwende für die schnelle Version von Nusskäse oder Nuss-Sour-Cream auch gern Brottrunk. statt Wasser. So fügen wir den säuerlichen Geschmack und die guten Bakterien einfach im Schnellverfahren zu. Trotzdem lohnt sich das Fermentieren, der Geschmack ist so am „rundesten“.

   
                                    
    
        

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