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Hallo Frühling!

26. April 2016

Tschüss Winter, hallo Frühling – dieser Beitrag wäre um ein Haar schon vor rund 6 Wochen online gegangen. Und wäre mir nach drei Tagen mit eisiger Kälte und Schneeregen jetzt wohl ziemlich deplatziert vorgekommen. Ja, wir wissen, der April macht was er will, aber wenn es schon fast Mai ist und der Frühling vorher schon wochenlang an der Arbeit war, hat so ein Wintercomeback schon etwas leicht Skurriles. 

Claus hat ihn verpasst, den Wintereinbruch, den habe ich pünktlich am Sonntag Morgen bevor es richtig kalt wurde, in die Wüste geschickt. Oder besser: Er ist nach Dubai zu einer Messe geflogen. Ein bisschen neidisch war ich schon, wenn es irgendwo in die Welt geht, will ein Teil von mir ja am liebsten immer mit, aber wirklich tauschen möchte ich mit diesen Business-Reisen nicht. Zu viel Fliegen, zu wenig Leben.

Aber zurück zum Frühling, der uns hier im Norden ja am Wochenende wieder beehren soll. Ich habe für euch einfach mal ein paar Frühlingseindrücke vor unserer Haustür eingefangen. In jedem Anfang steckt ein Zauber und so ist es doch auch jedes Jahr wieder, wenn der Frühling kommt. Die Fische in unserem Teich schwimmen ihre ersten Runden, die Frösche sorgen für reichlich Nachwuchs, überall warten Knospen auf den richtigen Moment, die Kirschbäume sehen aus wie rosa Zuckerwatte und an allen Ecken und Enden sprießen Krokusse, Narzissen und herrliche Wildblumen wie Butterblumen und Gänseblümchen, über die ich mich sogar noch mehr freue, weil sie unsere kleinen pelzigen Freunde füttern, die jetzt wieder überall um uns herum summen – hier jedenfalls. 

Ein Wermutstropfen ist, dass unser Sam diesen Frühling nicht mehr erleben kann. Er ist am 1. März über die Regenbogenbrücke gegangen. Der 1. März wird nun niemals mehr einfach nur ein Datum sein. Sondern immer der Tag, an dem wir unseren großen Hundejungen verloren haben. Nach 13 gemeinsamen Jahren. So eine lange Zeit, so viele Erinnerungen. Er hinterlässt eine so große Lücke, die vor allem zuhause so richtig plastisch ist. Als hätte jemand ein Loch in unsere Welt geschnitten. Ich dachte, wenn der Hund mal nicht mehr ist, dann machen wir eine Pause. Einfach mal länger schlafen, weniger saugen, einfacher reisen. Aber nun, wo einen kein Hundeblick mehr trifft, kommen einem diese Errungenschaften plötzlich nicht mehr so wichtig vor. Und man wünscht sich nichts mehr, als seine Arme um einen pelzigen Hals zu schlingen und die Nase in ein Hundefell zu stecken. Ja, die Haare überall, mich haben sie auch so manches Mal genervt. Aber ist an dem Spruch „Ohne Hundehaare ist man nicht vollständig angezogen,“ nicht doch etwas dran? Vernünftig oder nicht, es werden wohl bald wieder ausreichend Hundehaare da sein, um diesen Look zu kultivieren.

Jetzt wird es auch Zeit den Bus klarzumachen und wir planen unsere erste Tour in diesem Jahr – in die Toskana. Emily hat eine Woche Frühsommerferien (genial!) und die nutzen wir, für einen schnellen Trip über die Alpen. Ziel ist die Küste zwischen Follonica und Castiglione della Pescaia. Dort haben wir schon ziemlich oft gecampt und wir lieben es einfach. Der Platz liegt in einem schattigen Pinienwald, es herrscht entspannte Hängemattenstimmung, duftet nach Grills, die Zikaden singen und irgendjemand spielt immer Gitarre. Ob das jetzt im Mai auch schon ist? Vermutlich nicht. Wir fahren trotzdem. Denn wir brauchen Öl. Es gibt dort diverse Bauern, die in ihren Hofläden eigene Produkte anbieten (und dazu leckeren Cappuccino und Panini servieren) und einer davon hat es uns besonders angetan. Sein Olivenöl ist das Beste, das wir bisher probiert haben. Da wir seit zwei Jahren nicht dort waren, ist auch die Reserve mittlerweile aufgebraucht und deshalb werden wir jetzt für Nachschub sorgen. Und freuen uns schon 🙂 

Haltet euch warm!

 

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