meerLeben

Home sweet home

3. Juni 2016

Der Sommer steht vor der Tür (wettertechnisch ist er schon voll da 😎 ) – und heute möchte ich euch in unser Zuhause nach Dänemark mitnehmen. Als Flensburgerin ist das Leben in Dänemark natürlich so etwas wie „Auswandern light“. Zumal die Grenzen für uns als deutsch-dänische Familie ohnehin immer fließend waren. Und wir – wie so viele Flensburger – auch schon immer viel Zeit in Dänemark verbracht haben.  

Unsere „Villa Kunterbunt“ in Flensburg haben wir im letzten Juli ohne Bedauern verlassen. Ihre Zeit war einfach abgelaufen. Vielleicht war sie auch nie wirklich da. Nach einem Monat Sommer-Leben in unserem T5-California Bus, in dem wir durch Kroatien und Bosnien bis nach Montenegro und zurück unterwegs waren, wohnen wir jetzt hier in Süddänemark. Dicht am Meer. Und fühlen uns so wohl. Kennt ihr dieses Gefühl? Wenn man nach Hause kommt und alles fällt von einem ab? Man richtig spüren kann, wie der Puls runterfährt? Oder wenn man morgens aus dem Schlafzimmer kommt und so ein kribbeliges Glück im Bauch empfindet, wenn man sich umsieht? Weil man sich so „zuhause“ fühlt? Und das ist für mich gar nicht selbstverständlich, denn ich bin jemand, den immer das Fernweh antreibt. Wie lange wir hier leben werden, weiß ich auch noch nicht. Aber gerade jetzt ist hier unsere (offene) Küche. Und „home is where the kitchen is“.  

Wilkommen :). Oder velkommen!

Es ist so friedlich, unser kleines Paradies. Zwei Taubenpärchen leben hier und an den Teich kommen täglich Vögel zum Baden. Viele baden sogar, obwohl man daneben sitzt. In den Schmetterlingsbüschen haben sich im letzten Jahr so viele Pfauenaugen getummelt – das habe ich seit meiner Kindheit nicht gesehen. In den letzten Wochen haben wir Kräuter, Tomaten gepflanzt und Wildblumen, wie Butterblumen und Gänseblümchen können bei uns unbeschadet wachsen. Damit auch die kleinen Bienen, Hummeln & Co genug zu essen finden. Zugegeben – das Rasen mähen gehört neben dem Grillen zu Claus Lieblingsbeschäftigungen. Alle Dänen grillen gern und mähen gern den Rasen. Ab und zu lassen Emily und ich uns daher auf Kompromisse ein, die alle glücklich machen: Wilde Inseln. So sind alle happy – und das ist ja auch nicht verkehrt.

Nachdem unsere Obstbäume abgeblüht sind, sorgt nun der Rhododendron für ein Blütenmeer. Wobei der, ehrlich gesagt, gar nicht unbedingt zu meinen Lieblingsblumen, gehört. Ich finde die Büsche immer ein bisschen trutschig, vermutlich weil ich in einem Leben so viele damit bepflanzte 70er-Jahre Bausünden sehen musste. Aber wir haben hier ein solches Meer in weiß und pink – das sich dazu noch frei und unsymmetrisch entfalten darf – das kann ich einfach nicht unterschlagen. Und die Hummeln und Bienen lieben die Blüten. Die nach der Blüte dann alle in den Teich fallen. Also ich hätte Bambus drum herum gepflanzt.

Einen schönen Start in den Sommer euch allen!

 

 

 

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